Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Fürstenthum Schwarzburg-Rudolstadt: Oberherrschaft
Person:
Lehfeldt, Paul
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2548137
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2551850
206 KONIGSEE, Kirchen, Landrathsamt, Rathhaus. Königsee. 20 
 
VOR ALTERS EIN SCHLOSS GEWESEN ZVM KIRCHENBAW GEWIDMET 
MDCXXXVIII DER THVRM ZV BAWEN AN GEFGN; AO MDCXXXVß NOV. 
IST KOENIGSEE GANTZ ABGEBRANND. 115 cm Durchmesser.  Die beiden 
kleineren Glocken befinden sich ein Geschoss höher. 3) GLORIA SIT SOLI PER 
CYMBALA CVNCTIPOTENTI (Ehre sei ihm allein, durch Cyrnbeln dem Herrn, 
dem allmächtigen). Engelskopf; lateinische Angabe des Amtmannes und Rathes 
Caspar Cellarius; Wappen von Königsee und Schwarzburg; lateinische Angabe des 
Stadtbrandes und des Gusses 1639 durch Joh. Rose von Volkstedt. 93 cm Durch- 
messer.  4) CRVX EA TVNC VVLT HEV CVM TECTA VORANTVR AB IGNE TEV- 
TONIAE VIRTVs NVNC SPLENDET SVB IGNE TRIVMPHANs. (Die Inschrift ist fehler- 
haft; der Sinn etwa: Wie das Kreuz auch will, wann Feuer die Dächer verzehret, siegt die 
Tugend der Deutschen nun glänzend über die Flammen; die Zahlenbuchstaben geben nicht 
die richtigen Jahreszahlen.) Lateinische Angabe, dass dieses Glöcklein mit der 
grossen zugleich von Joh. Rose in Volkstedt gegossen; Wappen von Königsee. 
64 cm Durchmesser.  Sigismnnd I, S. 210. 
G 0 U8 S H0 k B I'l( i Mäh 6, 1711 gebaut, unbedeutend, Rechteck, oben von Fach- 
werk, mit Holzdecke vom Querschnitt:  , mit rechteckigen Fenstern und eben- 
solcher Thür; Dachreiterchen in der Mitte.  Heinse, S. 39.  Sigiemund II, S. 117. 
Im Innern der Kirche sind verschiedene Kunst-Erzeugnisse, zum Theil vorüber- 
gehend, untergebracht. 
Tau fgestell der 1861 abgebrochenen Stadtkirche, aus der 2. Hälfte des 
18. Jahrhunderts, rund; gegliederter, breiter Sockel, birnförmiger Schaft, an welchem 
Cartouchenschilder mit Blumenwerken, an Brettern um einen Kern gearbeitet, ganz 
gut wirken; Becken mit Laubsträngen behängt; der Deckel, mit einem Lorbeerkranz 
umlegt, dient oben als Lesepult. Holz, weiss mit Vergoldungen. 
Gemälde auf Holz, in grosser Anzahl, zum Theil von den Emporen der alten 
Stadtkirche, meist biblischen Inhaltes. Sie sind von sehr verschiedenem Werthe, roh, 
aber manche mit kühnem Schwung und nach guten Vorbildern, so ein König David 
mit der Harfe an einer Tempelhalle, um 1680 gemalt, wie die dazu gehörigen 
Bilder;  andere als Gedenktafeln, so mehrere um 1640 mit einer knieenden 
Familie von H.;  mehrere gleichartige Bilder von Völcker 1770 (Bezeichnung auf 
der Rückseite des einen), Oelberg, Kreuzigung, Auferstehung etc. sind nach Vor- 
bildern vlämischer Schule flott gemalt. 
Kirche, Nikolauskirche am 
verbrannt.  Heydenreich, Histor. 
[K l' 6 ll Z k i P G h B Qnterhalb der jetzigen 
Markt gewesen, H üSplta I kapelle; 1635 
d. H. Schwarzburg 1'743, S. 406.] 
L ü I1 d l' H t h S a I'll t , Gebäude aus dem 18. Jahrhundert, einfach; 
Thür mit ionischen Pilastern und Gebälk der Form: I1. 
die Eingangs- 
Rathhaus, von 1719 laut Inschrift über der Eingangs-Thür der Marktfront. 
Einfaches, reehteokiges Gebäude, mit Fenstern von der Form:  in zwei Geschossen auf 
hohem Sockel. Mittelbau der (vorderen) Marktfront und der 7 (hinteren) Marktstrassen- 
front etwas hervorgehoben durch schwachen Vorsprung und vier ionisehe Pilaster; die
        

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