Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Herzogthum Sachsen-Coburg und Gotha: Landrathsamt Coburg
Person:
Lehfeldt, Paul Voss, Georg
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2538457
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2540564
Rodach. 
Owrowmn. 
RQDACH. 
HANS BAVNGERTNER  PETER SCHVNER  HENTZ POLEN  HENTZ REISCH. 
MICHEL RVGNERJGOI; Fries von Löwenköpfen und Ranken; grosses Relief des 
heil. Barthololnäus mit Messer und abgezogener Haut; 78 cm Durchmesser.  
2) 1749 von Joh. Andr. Mayer umgegossen unter Franz Josias; Namen des Pf. 
Casp. May und einer Frau, Babette Kupfer. welche 25 fl. dazu gegeben hatte; 
Ornament-Pries; 63 cm Durchmesser.  
Kirchhof. 
Feste 
Mauer 
fast 
ringsum 
Westseite 
abgebrochen]. 
Grabstein 
Stück 
Mauer 
vermauert, 
E11 elsü Huren 
O 
Rßdäßh, Stadt, 899 einer der Höfe, welche von Kaiser Arnulfs Vorgängern 
dem Markgrafen Poppo zu Erb und Eigen verliehen, dann von Arnolf ihm (nebst 
der Markgrafschaft 892) entzogen, in jenem Jahre ihm von Arnolf zu vollem 
Eigen mit dem Recht der Veräusserung und Vererbung wiedergegeben wurden 
(Dobenecker, Reg. I, Nr. 286). 1135 wurde der Berg (Georgenberg, s. u.) sammt 
der Kirche und ihrem Zubehör bei Rotaha, sowie mehrere Hufen in dem an- 
grenzenden Dorfe vom Bischof Otto von Bamberg dem damals gestifteten Kloster 
Vessra geschenkt. Der Bischof selbst hatte die um den Georgenberg herum 
liegenden Güter lnit Wäldern, Feldern, Wiesen etc. (wozu also auch der Ort 
Bodach gehörte) vom Herzog Chuno für 27:3 Mark gekauft (Dobenecker, Reg. I, 
Nr. 1308 mit Lit.). Um 1144 schenkte er das ganze Gut Roda selbst dem Kloster 
Vessra (Dobenecker, Reg. I, Nr. 1519). 1172 Rotaha, 1182 Rothah. Doch gehörte wohl 
die Lehnshoheit den Grafen von Henneberg. In den folgenden Zeiten hören wir 
lange nichts von Rodach bis zur Mitte des 14. Jahrhunderts. Damals muss der 
Ort in Blüthe gewesen sein; der Bau der Pfarrkirche begann-und 13362 erhielt 
der Ort Stadt- und Markt-Rechte. Die Stadt wurde dann 1386 vom Ritter Iring 
v. Kunstadt auf Gauerstadt gebrandschatzt, erhielt aber zur Entschädigung von 
der Landgräfin Katharina Abgaben-Erlass auf fünf Jahre. Weitere Marktberech- 
tigungen wurden der Stadt 1411 zu Theil. 1457 erlaubte ihr Herzog Wilhelm, 
wegen Vergrösserung der Gemeinde die Kirche zu vergrössern, und in der 
 Hälfte des 15. Jahrhunderts ward der prächtige Erweiterungsbau der Stadtkirche 
ausgeführt. 14342 kaufte die Stadt den Georgenberg nebst den dazu gehörigen 
Gütern von dem coburgischen Hauptmann Matthes v. Wallenrod. (Derselbe war 
wohl nicht Besitzer. sondern Verwalter namens des Kurfürsten, welcher diesen 
klösterlichen Besitz eingezogen hatte.) Sie baute dann im Laufe des Jahrhunderts 
ihre Befestigung, sowie eine steinerne Brücke über die Rodach, erneuerte das 
Rathhaus und nahm einen ziemlichen Aufschwung. Im (lreissigjährigen Krieg litt 
sie namentlich 1632, als durch die Kaiserlichen die Kirche und viele Häuser ver- 
brannt wurden. Neubauten der Kirche entstanden gegen Ende des 17. Jahrhunderts, 
dann in der Mitte des 18. und unseres Jahrhunderts. 
Das 
Stadtwappen 
steigender 
Löwe.
        

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