Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Herzogthum Sachsen-Coburg und Gotha: Landrathsamt Coburg
Person:
Lehfeldt, Paul Voss, Georg
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2538457
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2546922
57 Veste Coburg. 
Der 
Fürstenbau. 
531 
und dergleichen mehr an der Stelle, wo Heideloff neben dem grossen Fenster 
noch ein grosses, zweites gothisches Fenster in dem erhaltenen Mauerwerk angiebt. 
d) Der Mangel eines Verbandes dieser Mauer mit der nördlichen; nur ein einziger 
Stein bindet ein. 
e) Die ganze Erscheinung der Thürleibung gegen die äussere Gallerie, die 
Verwendung von alten Steinen für die Brüstung der höchsten Emporenöifnung (im 
S. Stock), die zweifellos früher an ganz anderer Stelle, wahrscheinlich im Freien, 
gelegen haben, und noch die Löcher von eisernen Klammern, die hier im Innern 
keinen Zweck hatten, zeigen. 
3) Auch die Ostwand kann unter Umständen zum grossen Theil neu sein. 
Die alten Zeichnungen geben übereinstimmend an, dass über dem jetzt als Chor 
Gothischer Holzpfeiler in der Wagenkammer 
des Fürstenbaues. 
Gothischer Holzpfeiler in der Schlittenkammer 
des Fürstenbaues. 
benutzten Anbau der Kapelle ein Gartenzimmer sich befunden hat, dessen Fussboden 
in der Höhe der Eingangsthür von der Hohen Bastei zum Fürstenbau lag. Der 
jetzige Chorraum muss also erheblich niedriger gewesen sein. Er war ausserdem 
gewölbt, wie aus der Bemerkung von Streib auf der Zeichnung von 1848 hervor- 
geht, auf welcher steht: 
„Frühere Sacristevl" 
"Innere Gewölbe" 
"Alte Mauer".  
4) Der hohe gothische Bogen, welcher jetzt Kirche und Chor verbindet. und die 
Erhöhung des Chorraumes dürften also gleichfalls erst dem 19. Jahrhundert an- 
gehören. 
5) Die Südwan d der Kapelle endlich dürfte gleichfalls vollständig neu sein. Dass 
das Fenster nicht mehr das alte ist, zeigt dem Sachverständigen der erste Blick
        

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