Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Herzogthum Sachsen-Coburg und Gotha: Landrathsamt Coburg
Person:
Lehfeldt, Paul Voss, Georg
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2538457
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2545530
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NEUKIRCHEN, 
Kirche. 
Wohnhaus. 
Coburg. 
278 
Schloss : 
Zahlreiche Möbel des 16., 17. und 18. Jahrhunderts, meist sehr sorgfältig 
restaurirt. Ferner einige Messingkronen des 17. Jahrhunderts, sowie eine Sannn- 
lung von alten Zinngeräthen, geschliffenen Gläsern, Porzellan und anderen künst- 
lerisch ausgestatteten decorativen Gegenständen des 16., 17. und 18. Jahrhunderts. 
Neukirchen, nördlich von Coburg; 1315 Neuwenkirchen, vom Grafen von 
Henneberg dem Ritter Apel v. Coburg verliehen (v. Schultes, Oob. Landesgeschiehte 
d. Mittelalters, Urk. LI1), 1317 und 1340 Nuwenkirchen.  Gruner I, S. 202.  Rie- 
mann, S. 37. 
Kirche, Tochter- Ü kirche von Weissenbrunn, hübsch und frei ge- 
legen. Grundriss-Form:  Der Chor ist 3,3 m lang, 4m breit, gethischer 
Anlage, aber später, besonders wohl zu Anfang des 17. Jahrhunderts (s. u.) ver- 
ändert, als das 9 m lange, 5,8 m breite Langhaus gebaut wurde. Beide Räume 
haben Bretterdecken mit vertretenden Leisten der Länge nach, der Chor eine 
niedrigere, als die ursprüngliche war. Im Chor an der Ostseite zwei schmale [früher 
spitzbogige, jetzt] rundbogige Fenster, an der Südseite ein kleines, jetzt recht- 
eckiges Fenster, das Giebelfeld der Ostseite ist verbrettert. Im Langhails an der 
Südseite ein neueres, gresses rechteckiges Fenster und zwei tlachbegige, diese vom 
Bau des 17. Jahrhunderts; unter dem mehr westlichen eine Rundhogen-Thüi" (ähn- 
lich an einem mit: 1604 bezeichneten Hause im Dorf); an der Nordseite ein 
späteres, grösseres Flachbogen-Fenster. Die Westseite ist ohne Oeffnungen, die 
Ostseite im Giebelfeld aussen verbrettert. Auf dem Dach nahe der Wcstseite ein 
(erneuter) achteckiger, beschieferter Dachreiter mit Helm. Im Innern hat das 
Langhaus ein einfaches Emporengeschoss.  Grruner III, S. 50.  Linder, Ansicht im 
Rathhaus zu Coburg. 
Orucifix an der Empore, aus dem 17. Jahrhundert, mit mittelgrosser Figur; 
Holz, farbig. 
Vertragekreuz, inschriftlich von: Joh. Lv. Scmber 1740, mit etwas 
Schnitzerei; am Sockel ein grosser Schädel und Gebein geschnitzt. Holz. 
Taufkanne, von: Anna EliesaWetta Swesiclwm 1711 eorErnt, auf drei Kugel- 
füssen, schlank, mit Einbiegung, mit Henkel, Ausguss und Deckel, an dessen Griff 
eine Kugel. 
Kelch, mit: OB 1.6.9.9; Fuss rund, Knauf: e, Schaft als Kehlen zwischen 
Leistchen. 2 Kelche, aus etwa gleicher Zeit; Fuss rund, Schaft ungefähr eiförmig 
mit Theilungsleiste im oberen Drittel, Schaft als Kehlen mit Leistchen. Zinn.  
Hostienbüchse, mit: 16-72, dazwischen: NS, rund, mit Engelskopf als Deckel- 
knopf. Zinn; Zeichen (coburger Kopf; SH, darunter Lilie). 
Glocken: 1) ohne Inschrift, aus dem 15. Jahrhundert; 48 cm Durchmesser. 
 2) 1862. 
Kirchhof, wie es scheint, ehemals von 
Vertiefung erkennbar ist; am Eingang zwei 
darauf, an welcheln: 1767 gemeisselt ist. 
einem Graben umgeben, der in der 
steinerne Pfeiler mit einem Sturz
        

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