Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Herzogthum Sachsen-Coburg und Gotha: Landrathsamt Coburg
Person:
Lehfeldt, Paul Voss, Georg
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2538457
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2544174
326 COBURG, Das alte Probsteigebäude. Die Friedhöfe. Coburg. 172 
 
Bau?) stammt in seinen ältesten Theilen aus dem Anfang des 18. Jahrhunderts. 
In der Georgengasse eine flachbogige, mit Ohren versehene Thür, in deren Schluss- 
stein; Sanct GEORGE Stift 1715; über der Thür ein seitlich gekehlter Fries und 
Gesims. Erdgeschoss-Fenster rechteckig mit Ohren und oben gekröpftem Sturz: 
ebensolche an der Steingasse im Erdgeschoss. Hier zwischen den mittleren W 
Fenstern ein neu bemaltes Relief des den Drachen ansprengenden Heiligen 
Georg aus dem Anfang des 18. Jahrhunderts und neu vergoldeter Ueberschrift: 
SVSOIPIT HOSPITIVM QVOD CERNIS ALITQVE SENILIS  IMMORTALE 
DECVS FAXIT IOVA SCIET  CVRIA SPLENDOREM PRAEPETQVE (statt 
praebetque) GEORGIVS ORTVM:  ILLVDA MORIS OPVS HOC PIETATIS 
ERIT.  Gruner I, S. 98. 135. 136; II, S. 39.  Hönn I, S. 202. 203.  Karche I, S. 59. 
Das alte Propsteigebäude. 
Geschichtliche Nachrichten. Das Gebäude war schon im Jahre 1529 
bei Gelegenheit der ersten Visitation in einem verfallenen Zustand, da die Pröpste 
nichts daran hatten bauen lassen. Reste dürften wohl noch in der heutigen General- 
superintendentur, sowie im daranstossenden Eckhause (nach der Anlage zu) zu finden 
sein. Pfarrer Dr. Berbi g. 
Die Superintendentur M) liegt Pfarrgasse Nr. 6. Die profilirte, rechteckige 
Hausthür wird von schmalen, profilirten Streifen eingefasst. Diese steigen hoch, 
erweitern sich oben in einer Schweifung und ziehen sich dann über den Thürsturz 
entlang, in der Mitte etwas hoch gekröpft, an den Ecken beträchtlich hoch ge- 
kröpft (hier mit den Reliefs des coburger Löwen und des Mohrenkopfs gefüllt), 
auf diesen Kröpfungen das reich gegliederte Gesims tragend. In der Mitte tritt 
am Thürsturz ein Schlussstein (mit dem Rautenkranz-Wappen unter der Krone 
und: 1729), der ebenfalls das Gesims trägt. Das Gesims setzt sich, doch nur als 
Platte, als 1. Gurtgesims fort. Fenster im Erdgeschoss mit Ohren und mittlerer 
Aufkröpfung, im 1. Obergeschoss mit Ohren und Fascien. Der Mitteltheil der 
Front steigt um zwei Geschosse höher und ist mit einem Dreieck-Giebel abge- 
schlossen. 
Die Friedhöfe. 
Geschichtliche Nachrichten. Bis zum Jahre 1494 wurden die Ver- 
storbenen in unmittelbarer Umgebung der St. Morizkirche beerdigt. Bei Zunahme 
der Bevölkerung aber wurde der Begräbnissplatz vor das innere Ketschenthor ver- 
legt und vom Weihbischof zu Würzburg feierlich eingeweiht. Erst im dreissig- 
jährigen Krieg, im Jahre 1634, wurde in Folge der überaus grossen Sterblichkeit 
diese Stätte erweitert. Sehr gross war auch die Zahl der Erbbegräbnisse. Erst 
im Jahre 1822 wurden dieselben theilweise entfernt und der Gottesacker geebnet. 
Erst in neuester Zeit ist der unmittelbar an dem Gottesacker liegende Theil dieser 
Stätte in Parkanlagen umgewandelt werden, während der nördliche Theil der neuen 
Alexandrinenschule Platz gemacht hat. 
Beschreibung von Prof. Dr. 
Beschreibung von Prof. Dr. 
Lehfeld t. 
Lehfeldt.
        

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