Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Herzogthum Sachsen-Coburg und Gotha: Landrathsamt Coburg
Person:
Lehfeldt, Paul Voss, Georg
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2538457
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2541635
Kösmu 
Königsberg. 
Pilaster mit stark vertieften Fugen fassen es ein. Die Portale sind rundbogig 
mit abgeschrägten Kanten, die Durchfahrt hat ein Tonnengewölbe. An dem Portal 
der Stadtseite giebt oben ein Relief die Restaurirnng an: der zweischwäinzige 
Stadtlöwe, die xierschlungenen und in Spiegelsehrift wiederholten Buchstaben: IG. 
I W. IHB  und: 77.00. Am Aussenportal oben (lagegeil das Herstellungsjahr: 75522 
und ein Stcinmetzzeichen:  Das l. und 2. Obergeschoss, durch ein Gesilns 
getrennt, sind aus dem 18. Jahrhundert und haben gewöhnliche Flachbogcn- 
Fenster. Darauf ein gebrochenes und gckchltes Walmdaeh. Ausscrhatlb dieses 
'l'hores führt der Steinweg in nordwestlicher Richtung zur Unfinder Vorstadt, in 
welcher die Gottesackcrkirche liegt. Auf diesem Wege steht als Rest der einst 
hier vorgeschobencn Aussenbefestigting (las Aussenthor des Unfinder Thores, das 
jetzige Ilnterthor, mit einfachen Bllachbogen-Portalen des 18. Jahrhunderts, 
tiberbaut von einem unbedeutenden, neueren Haus. Am Steinweg ging die Aussen- 
maner entlang; am Unfinder Thor vereinigte sie sich mit der Innenmauer. Hier 
geht die Nord-Mauer in mehr südöstlicher Richtung weiter und, von einem Graben 
geschützt gewesen, wie erwähnt, auf die Burg zu. 
 Krauss, S. G5.  Solger, S.  17. 19. 21. 32. (54. 
Köslau, ostsürlöstlich von Königsberg; zuerst nach Zei]. 1446 
lauter gepfarrt und zum Diöcesencapitel Geroldshofen (Würzburg) 
Krauss, S. 307 f.  öolgcr, Königsberg, S. (50. 
nach Kirch- 
gehörig.  
KiFGllB, 1545 Toehterkirche von Altershausen, 1618 mit der Pfarrei Dürflis 
verbunden, 16335-1656 von Uniinden aus besorgt, jetzt Tochterkirche von Dörflis. 
(irundriss-Ferm:  Der Chor, auf dem der Thurm steht, ist 4 in lang 
und ebenso breit, spätgothischei" Anlage, mit einem Kreuzgewölbe von 
kehlproiilirten, unnlittelbar aus den Ecken aufsteigenden Rippen, im runden Schluss- 
stein mit einem Kreuz verziert. An der Südseite ein im 18. Jahrhundert recht- 
eckig gemachtes Fenster. An der Nordseite eine rechteckige Blende [einstige Thür 
zu einer hier angebaut gewesenen, kleinen Sacristei]. Der Triumphbogen ist spitz- 
bogig, rechtwinklig profilirt. Das 12,2 in lange, 7,6 m breite Langhaus ist von 
1730 (Jahreszahl aussen über der Südthür). Die ganze Kirche ist um 1890 
restaurirt. Im Langhaus ruhen zwei Emporengeschosse auf Holzpfeilern und sind 
in braunem H0lzt011 gestrichen. Die Holzdecke hat einen iiachbogigen Querschnitt 
und ist der Lange nach durch Leisten getheilt. An der Südseite befinden sich drei 
rechteckige, in den oberen Ecken gekröpfte Fenster mit Aufsätzen und Gesilnsen; 
unter dem 3. Fenster die ebenso gebildete Thür mit dem sächsischen Wappen und: 
E .F. (Ernst Friedrich  Weiter westlich eine rechteckige Emporenthür mit 
Ohren, aus unserem Jahrhundert. Ebenfalls aus neuerer Zeit sind an der Nord- 
seite zwei kleine, rechteckige Fenster mit Ohren, an der Westseite im Giebelfeld 
zwei ebensolche und darüber noch eines. An der Südseite des Thurmes führt eine 
Holztreppe zu einer neuen rechteckigen Thür und so zur Thurmtreppe. Ueber
        

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