Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Herzogthum Sachsen-Coburg und Gotha: Landrathsamt Coburg
Person:
Lehfeldt, Paul Voss, Georg
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2538457
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2541548
Königsberg. 
KÖNIGSBERG i. F12, Wohnhäuser, Marktbrunnen, Schloss. 
Kirchgasse Nr. 58. Hausthür aus dem Ende des 18. Jahrhunderts, in aus- 
geartetem Roccoco. Die stark vertretende Einfassung zieht sich zunächst oben in 
einer mehrfach aus- und eingebogenen und gebrochenen, annähernden Bogenlinie 
(Motiv: 4,14) herum, mit Schnörkeln verziert und an dem vertretenden Schluss- 
stcin mit einem Wappen und verschlungenem Namenszug (diesem in der Untersicht 
des Schlusssteines) versehen. Ueber und hinter dem senkrechten Theil der Ein- 
fassung, doch ohne künstlerische Verbindung mit demselben, steigt noch ein Stein- 
Streifen als Oberlicht-Einfassung auf, oben wiederum durch einen. doch in anderer 
Linienführung ein- und ausgebogenen Bogen verbunden, welcher mit einer Art 
geschnörkelter Facettirung belebt ist.  
Wintergasse Nr. 136, aus dem Ende des 18. Jahrhunderts. Erdgeschoss 
von Stein, mit einfassenden Pilastern; Fenster rechteckig, mit gekröpften oberen 
Ecken und mehrfach abgestuftem Profil; Thür rechteckig, in den Seiten-Einfassungen 
aussen im oberen Drittel durch eine mitten aus der äusseren Proülirung heraus- 
tretende Volutirung erweitert und hier mit etwas Blattwerk verziert, oben mit 
einem Giebel der Form: jä_ (darin, verschlungen:  bekrönt. [Eine 
ebensolche Thür soll sich am alten Pfarrhaus befunden haben] Obergeschoss von 
Fachwerk, geputzt. 
Marienstrasse Nr. l40, Wohnung des Herrn Medicinalrath Dr. Solger. 
Ofen in einem Erdgeschosszimmer; Gusseisen-Platten: vorn ein sitzender Ritter in 
Einfassung im Regentschaftsstil, darunter: SOLMS LAUBACH ÖFFEN (Ofen) DIE 
GRÖSE VOM MITTELWASSERKIIG DER PLANET MARS GENANT (wohl so 
zu verstehen, dass eine bestimmte Grösse für den in die Mitte oben zu setzenden 
Wasserkrug die Bezeichnung: Planet Mars trug?) I.B.17-83; an der Seite das 
Wappen von Solms-Laubach-Braunfels nebst: VIVAT S.L.B. in verschlungenen 
Buchstaben, sowie Ornamente. Thon-Ofen in einem Obergeschosszirnmer (von 1795) 
Meisterstück des Hafners Fritz, neuclassisch, in schwarzer Fayence, als: Säule mit 
Gesimsen, mit Reliefs von Figuren, Gehängen etc. versehen und oben mit einer Urne 
besetzt. Ofen in einem anderen Zimmer ebenda, aus gleicher Zeit; Eisenplatte mit 
Umschrift: Nassau-Weilburg, weitmussterer Ofen, J. A. Buderus Lohse (Söhne  dazu 
Relief von Vulcan und Venus in Ranken-Umrahmung. 
Nlarktbrunnen. Von dem alten, 1605 errichteten Brunnen stammt wohl 
nur noch der Gedanke eines achteckigen Beckens (Platten davon 14), mit Mittel- 
pfeiler und Figur darauf. Der alte Brunnen stand an etwas anderer Stelle [seine 
Figur, ein Ritter als Sinnbild der städtischen Gerechtigkeit, wurde um 1829 fort- 
genonnnen; s. Schloss]. 1869 wurde der Brunnen an seinen jetzigen Platz ver- 
setzt, erhielt einen neuen, steinernen, achteckigen, mit Zinnenverzierung und 
einigem anderen gothischen Schmuck versehenen Brunnenstock und als Bekrönung 
das vom Bildhauer Mayer in Hassfurt gefertigte, 1871 eingeweihte Standbild des 
Johannes Müller Regiomontanus in Kappe und Mantel, von ganz würdiger Haltung. 
 Landsberger.  Solger, S. 37. 77. 
SGMOSS-Ruine an der Südost-Seite der Stadt, früher den Landesherren 
gehörig, seit 1854 Herrn Franz Runge, dann der Familie Ronge gehörig, 1898 an 
Herrn Christian Sattler in Schweinfurt verkauft. Das Schloss liegt auf einem von
        

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