Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Herzogthum Sachsen-Coburg und Gotha: Landrathsamt Coburg
Person:
Lehfeldt, Paul Voss, Georg
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2538457
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2541135
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ALTERSHAUSEN. 
DÖRFLIS 
Königsberg. 
Königsberg. 
CONTRAHEVIREN.GESOHEEN AVF IOHANNIS BAPTISTE ANNO 1590. 
DER IN CHRISTO ENTSCHLAFFEN IST ANNO 15913. Die letzte Ziffer fehlt, 
der Stein ist also bei Lebzeiten des Georg Sinner gesetzt. Die Inschrift befindet 
sich an dem rundbogigen, etwas über den Halbkreis hinausgehenden Aufsatz, der 
den Stein krönt. Auf demselben ist unter dem Spruch aus Hiob 19, 25 der Wohl- 
thater der Kirche in ganzer Figur, in ungeschickter Auffassung, aber scharf und 
gut in Zeittracht ausgeführt, dargestellt. Die Halskrause ist tief unterschnitten, 
der Rock mit stark vertretenden Knöpfen besetzt, Pluderhosen, Kniestrümpfe und 
Kuhmaulschuhe treu wiedergegeben. Er hält das Barett in- der Rechten, die Hand- 
schuhe in der Linken und ist mit einem Mantel angethan, unter dem sein Schwert 
und Dolch sichtbar werden. Die Figur steht in einer flachbogigen, auf Pilastern 
ruhenden Blende. An den Zwickeln sind Wappen stark herausgearbeitet, links 
das Sinnersche (zwei gekreuzte, etwas gebogene Kolben mit schmaleren Griffen), 
rechts der Rautenkranz. Sandstein, leider dick überweisst. 
Gedenktafel im Langhaus. Inschrift für Erhard Hoffmann (wohl Schul- 
lehrer gewesen), T 1748, der ein Vermächtniss zur Bestreitung von Schulgeld für 
arme Kinder gemacht hat; sie steht auf einem ovalen, mit einigen vertieften 
Mustern belebten Schild in massig geschnörkelter Umrahmung von Blättern, 
Zweigen, Voluten und unten einer Muschel. Die obere Verzierung steckt in der 
Empore. Sandstein, überweisst. 
Kelch. Inschrift: Andreas Stadler und Anna Sein Eheweib zu Altershausen 
1685 auf dem Fuss. Dieser hat Sechspass-Form; der Knauf ist birnförmig, 
fast kürbisförmig zwischen Kehlen als Schafttheilen. Silber, vergoldet; Zeichen 
(CaK; N); 21 cm hoch. 
Glocken. 1) 1854 von J. P. Lotter in Bamberg.  2) Wohl die mit der 
Geldspende Sinners zu Ende des 16. Jahrhunderts gegossene Glocke; Zinnenfries; 
'5v gotes Iob gebot icl) dnißotf glocfengiefer gv nvvmberg (Nürnberg) gos mid); 
Kleeblattbogen-Fries; G4 cm Durchmesser.  3) Ohne Inschrift, aus der 2. Hälfte 
des 15. Jahrhunderts; 48 cm Durchmesser. 
Dörflis bei Königsberg (1075 Truftelstadt, wo die saalfelder Abtei kirchliche 
Rechte erhielt?  Dobenecker, Reg. I, Nr. 913); erst nach Zeil, 1446 nach Kirch- 
lauter gepfarrt, 1591 von Herrn v. Bibra an G. E. v. Fuchs v. Birnbach zu Burg- 
preppach verkauft, 1618 von Herzog Ernst von Sachsen-Weimar gekauft, 1646 von 
Dr. Fabricius, 1694 wieder vom Herzog von Sachsen gekauft.  Krause, S. 307 f. 
 Solger, Königsberg, S. 60. 
Kirche, zu Ende des 16. Jahrhunderts von E. G. v. Bibra als Pfarrkirche 
gegründet. Grundriss-Form:  Der Chor, der den Thurm trägt, ist 
4,3 m lang, 4,7 m breit, das Langhaus 10 m lang, 7 m breit. Der 
Chor stammt im unteren Theil von dem Bau des 16. Jahrhunderts; an seiner 
Nordseite aussen eine rechteckige Blende; (laneben eine zugemauerte Flaehbogen-
        

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