Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Herzogthum Sachsen-Coburg und Gotha: Landrathsamtsbezirk Gotha: Amtsgerichtsbezirk Gotha
Person:
Lehfeldt, Paul
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2532802
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2535194
Gotha. 
REHESTÄDT. 
REMSTÄDT. 
Kirchhof. Grabstein. Inschrift-Tafel für Joh. Christ. Güttich, i 1745, 
in einer mit Ausbauchungen und Einkehlungen im Umriss gebildeten, oben mit 
Schnörkelwerk verzierten Umrahmung, welche vor der Steinplatte so Vortritt, dass 
sie das untere Stück der die Platte einfassenden Pilaster verdeckt. Unten stehen 
zu den Seiten der Inschrift-Tafel zwei Engel mit Kreuz und Flammenherz. Die 
Pilaster, mit ionischen Capitellen und darunter angebrachter Vorhang-Verzierung ver- 
sehen, schliessen ein Bogenfeld mit dem Relief eines kreuztragenden Engels in der 
Strahlensonne ein und werden von einem wagerechten, verkröpften Gebälk überdeckt, 
auf welchem eine Urne zwischen Früchten steht. Der Stein ist in technischer Be- 
ziehung, namentlich in denbrnamentalen Theilen vortrefflich ausgeführt. Dies ward 
erleichtert durch die Weichheit des Sandsteines, welche freilich auch bedauerliche 
Verwitterung und Beschädigungen zur Folge hatte. 
Remstädt, 81], km nordwestlich von Gotha; Rimistede im hersfelder Güter- 
verzeichniss, Rembstedt etc., Sitz eines vom 12. bis 14. Jahrhundert genannten 
adeligen Geschlechts dieses Namens, gehörte stets zu Amt Gotha und war 1567 
Hauptquartier des Kurfürsten von Sachsen während der Belagerung Gotha's.  
Beck, Gesch. d. goth. L. III, H, S. 152.  Brückner, Sammlung versch. Nachr. III, V (1761), 
S. 45.  Galletti, Gesch. u. Beschr. des Herzogth. Gotha. II, S. 4; III, S. 53.  Gelbke, Kirchen- 
11. Schulenverfass. II, I, S. 159.  (He s s) Mittheil. d. Statist. Bureau zu Gotha. I, S. 42.  Stech ele, 
in Thüring. Vereins-Zeitschr. 1879, S. 125, nach Wenk und Land au. 
Kirche. Grundriss-Form: l  Von der alten, dem heiligen Lucas 
geweihten und 1359 dem gothaer Marienkloster einverleibten Kirche rühren das 
Mauerwerk des Thurmes und dessen Kreuzgewölbe im 5,21n langen und 3,3 m 
breiten Erdgeschoss her. Chor und Langhaus wurden 1560 abgebrochen und durch 
einen 19,2 m langen, 9,7 m breiten Neubau auf der entgegengesetzten (östlichen) 
Thurmseite ersetzt, welcher 1718 mit Emporen versehen und 1747 ausgebessert 
wurde. Die Decke bildet eine Holz-Tonne. Die drei Fenster des Chores und die 
drei auf der Südseite sind Spitzbögen, die auf der Nordseite elliptisch. Oestlich noch 
eine moderne Sacristei, Thurm mit Schweifkuppel und Tabernakel-Aufsatz. Auf der 
zum Chor führenden Stufe sind die Jahreszahlen: 1406  1560  1670 und 1747, jeden- 
falls im letzteren dieser Jahre eingehauen.  Beck, Gesch. III, II, S. 154 hält 1670 für 
die Zeit des Neubaues.  Brückner, S. 48.  Galletti, S. 56.  Gelbke II, I, S. 161. 
Taufstein, mit Inschrift: POSITUM 1570 auf Schaft und Basis, pokalförmig, 
einfach, aber mit schönen, kräftigen Gliederungen. Stein. 
Kanzelbau, hinter dem Altar, von 1748. Nur als Bretterwerk sind die drei 
Rundbögen des Unterbaues zwischen Pilastern und volutirten Capitellen und die 
Brüstung des Oberbaues behandelt. Oben tritt in der Mitte die Kanzel in drei Seiten 
des Achtecks vor; ebenso über der oberen, an den Seiten mit geschweiften Brettern
        

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