Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Herzogthum Sachsen-Altenburg: Verwaltungsbezirk Altenburg (Ostkreis)
Person:
Lehfeldt, Paul
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2521568
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2525731
203 
Altenburg. 
MEHNA. 
203 
zahl nebst dem Spruch aus Eph. 1, 22 über der rechteckigen Westthür) auf uns 
gekommen, mit Flachdecke und (zum Theil seit 1806) regelmässig angeordneten 
Fenstern in zwei Geschossen, unten rechteckigen, oben breiten, spitzbogigen. Auf 
der Mitte des Langhauses ein beschieferter, achteckiger Dachthurm, mit spitzem, 
hohem, 1863 reparirtem Helm, auf der Westseite noch ein kleiner, achteckiger 
Dachreiter mit Tabernakel-Aufsatz und Schweifkuppel. (Dies ist wohl der Thurm, 
welcher Berichten zufolge früher bedeutend höher, nach Einsturz von 1606 niedriger 
wiederhergestellt wurde. Oder sollte die Südkapelle am Chor vordem einen Thurm 
getragen haben?  möglich wäre es, dem Gefüge der Kapelle nach.) Die Kirche 
ist von Bruchstein, geputzt, der Osttheil mit Ziegeln, der Westtheil mit Schiefer 
gedeckt; dies giebt dem Aeusseren ein ungünstiges Ansehen. Eine Erneuerung 
des Inneren fand 1853 statt.  Frommelt a. a. O.  Kirchengalerie I, S. 219 u. Ans. (auf 
B1. 1 d. Ephor. Altenb.).  J. u. E. Löbe I, S. 330 f. 
Taufstein ausser Gebrauch, im Nord-Vorbau, mit:  (Verbum do- 
inini etc.) und Spruch auf dem cylindrischen Becken. Schaft rund, mit Verzierung 
von vier herablaufenden Stricken; Fuss halbkugelig. Sandstein. 
Grabsteine im Chorfussboden. Einer mit Umschrift, sehr abgetreten: 
 mirrwocb nach  2mm bie begmbö go[rc wolle ü): gnäbig] seyn. 
Figur einer den Rosenkranz betenden, in Kopftuch und langen Mantel gehüllten 
Edelfrau (wohl von Zweitschen), in vertiefter Zeichnung. Sandstein.  Kirchengalerie, 
S. 219, mit Angabe, dass die Grabsteine schon um 1606 sehr abgetreten waren. 
Weinkanne, mit: 1791; 2 Taufkannen von: Val. Schmidt 17.92. Seidel- 
form; Zinn.  J. u. E. Löbe, S. 331. 
Kelch, 1720 von der Gemeinde gestiftet laut Inschrift auf dem Sechspass- 
Fuss. Der Knauf ist eigenartig unten sechskantig, oben rund, so dass in der Mitte 
sechs Flächen von der Form: Q die Vermittelung bilden; sie sind mit Knöpfen 
verziert. Statt des Schaftes verbinden Kehlen den Knauf mit Fuss und 
Kuppe. Recht gute Gesammtform. Silber, vergoldet; Zeichen (Altenburger Hand; 
I.  24 cm hoch.  J. u. E. Löbe a. a. 0. 
K elchlöffel, mit: MICHAEL ETZOLD SCHERMACHER  IN MENA 
ANNO 1783. Silber, vergoldet.  J. u. E. Lesbe a. a. O. 
Hostienbüchse, mit: S.E.V.B. (Sigmund von Bärenstein, s. Zweitschen) 
1720 auf dem Deckel, oval. Silber.  J. u. E. Lobe a. a. 0. 
[Gefässe etc., 1520 erwähnt; die Kirche war eine der reichsten im Lande. 
 J. u. E. Lobe a. a. 0.] 
3 Glocken 1828.  
Löbe, in Osterländ. Mitth. 
 Kirchengalerie, S. 220, u. J. 
VII, S. 201. 203. 
a. a. 0., mit den Inschriften. 
u. E. Löbe 
Gasthaus. Ueber der Eingangs-Thür neben der Thorfahrt: I75G.A.O.  
Ueber der Eingangs-Thür der Gaststube: Hans Rüdiger, Bauherr H  
dazwischen ein Glas und: 1792 in einem Kranz;  Alles in Blei ausgeschnitten 
und auf das Holz aufgelegt (eine in dieser Gegend und Zeit öfter vorkommende 
Technik). Ueber dem Eingang zum 2. Zimmer: Das Feuer legt mich nieder, mit 
Gott erbaut nrich wieder den 31. Juli1791. Mittelpfosten mit starker Eck-Ausladung, 
mit einer hübschen Rosette in Korbschnitzerei.
        

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