Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Herzogthum Sachsen-Meiningen: Kreis Saalfeld
Person:
Lehfeldt, Paul
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2516591
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2518575
Saalfeld. 
SAALFELD. 
Ansicht der Stadt Saalfeld nach Merian. 
Saalfeld, 80 km ostnordöstlich von Meiningen (Salefeldin, 976 Salaveldun); 
Hauptort des Amtsgerichts und des Verwaltungsbezirks (Kreises); sehr alter Grün- 
dung im Orlagau, war lange Zeit von gemischter thüringischer und sorbischer Be- 
völkerung bewohnt. Stadt und Amtsgerichtsbezirk stehen geschichtlich in engem 
Zusammenhang mit einander (s. deshalb auch die Geschichte des Amtsgerichtsbezirkes). 
Wenn auch die frühere Annahme falsch ist, dass hier eine Burg von Karl dem 
Grossen (welcher nie in der Gegend war) gebaut oder die Landertheilung der Söhne 
Kaiser Ludwigs des Deutschen stattgefunden, so war doch der Ort bereits in den 
Zeiten der ersten sächsischen Kaiser, vielleicht schon früher, befestigter Mittelpunkt 
des Orlagaues. In der damaligen Burg von Salveldon oder Salaveldun (nach Ekke- 
hard, Chron. univ., bez. Widukind und Saxo) VQYSaIIIIIII-Bltßll SiCll 939 lllld 952 Fürsten, 
um Rath gegen Kaiser Otto I. zu halten, und hier vielleicht versöhnte sich der 
Kaiser, welcher im Jagdgebiet jener Gegend mit seinem Sohne Ludolf zusammen- 
traf, mit diesem. 
Der älteste Theil des Ortes ist höchst wahrscheinlich das an die alte Burg des 
jetzt sogenannten Hohenschwarms und die ehemalige Nikolaikirche sich anschliessende 
Südelldß der Stadt (K0 oh, Alt-Saalfeld und Saalfeld, im Saalfelder Kreisblatt u. Saalfelder An- 
zeiger 1889, Nr. 1). Seit 1011 residirte hier der vom Kaiser belehnte Pfalzgraf Ehren- 
fried (s. S. 1). Als Ehrenfriedis Tochter Richza an das Erzbisthum Köln ihre Be- 
sitzungen verschenkte, behielt sie ihr festes Schloss (Castellum in der betr. Urkunde) 
als lrVohnsitz bis zu ihrem Tode 1063. Im selben Jahre gründete Hanne das Chor-
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.