Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Herzogthum Sachsen-Meiningen: Kreis Saalfeld
Person:
Lehfeldt, Paul
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2516591
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2518419
Saalfeld. 
Konrrz. 
LANGENSGHADE. 
 
gehört ihren (wenigen) Profilirungen nach der Anfangszeit des 16. Jahrhunderts an. Die 
Fenster der Südseite  nämlich eines am Chor und zwei am Langhaus, sind spät- 
gothisch, einfache Kleeblattbögen (A) und können etwa mit einer Bauthatigkeit in Folge 
des Besitzwechsels von 1432 zusammenhängen. Die Westseite hat keine Oeifnung. 
1640 wurde die Kirche (nebst einem Theil des Dorfes) von Kaiserlichen und Schweden 
beschossen und 1682 wiederhergestellt (Jahreszahl an der Stütze der Westempore). 
Von daher rühren die ilache Holzdecke im Langhaus, die Holz-Emporen und Kirch- 
stühle mit etwas kindlicher Schnitzerei und Malerei und die unbedeutende Erscheinung 
des Ganzen her.  Brückner a. a. O.  Grobe a. a. O. 
Kanzel, im Renaissance-Stil, klein, auf einem achteckigen Pfeiler, in fünf 
Seiten des Achtecks vortretend; an den Ecken dorische Säulen; die Flachen mit 
facettirten Rundbögen, darin die vier Evangelisten in Malerei. 
Taufgestell, inschriftlich von 1711, achteckig, mit Halbkugel-Becken. Holz. 
 Brückner a. a. O., fa1sch:'1720. 
Figur auf der Nord-Empore, aus dem Ende des 17. Jahrhunderts, grotesk. Holz. 
Malereien am Triumphbogen, Christus, Gott Vater und Sprüche in Verzierungen, 
aus dem Ende des 17. Jahrhunderts, misslungen und auch verdorben. 
Altargemalde, an der Ostwand, dreiflügelig, spatgothisch." Im Mitteliiügel 
steht Maria mit dem Jesuskind zwischen den heiligen Laurentius und Florian; an 
den Innenseiten der Seiteniiügel Philippus, bezw. Jacobus. Die gut gewesene Malerei 
ist übermalt, besonders in dem Gold. (Da der Altar dicht an die Wand seit langer 
Zeit festgenagelt ist, sind die Malereien der Aussenseiten nicht sichtbar, auch ver- 
muthlich verdorben.) 
Kirchhof, 
der 
Nordseite, 
ummauert. 
[Grabhügel in 
Meiningen gekommen.  
der Nähe von Köditz, 
 Brückner a. 21.0.] 
1842 
geöffnet; 
Funde 
ZlllTl 
Theil 
nach 
Langenschade, 7,1 km nordwestlich von Saalfeld; 1071 Schade, mit eigener 
Pfarrei, welche von Richza dem Hanno, von diesem 1074 (Scathaha) der saalfelder 
Abtei überwiesen wurde. Der Ort stand unter der Schutzvogtei der Grafen von 
Orlamünde, seit 1279 unter der der Abtei.  Brückner, Landeskunde II, S. 672.  
Koch in Thüring. Vereins-Zeitschr. N. F. IV, S. 269.  Pf. Krause, Nachr. zur Gesch. der Pfarrei 
Langenschade, Handschrift im dortigen Kirchen-Archiv, 1'750.  Saalfelder Wochenbl. 1803, S. 73.  
Voit, Herzogth. Sachsen-Meiningen, S. 330. 
Kirch 6, gewöhnlich für uralt erklärt. Der zweigeschossige Westthurrn könnte 
in seinem unteren Mauerwerk in das 13. Jahrhundert zurückgehen; von Kunstformen 
enthält die Kirche keine über das 15. Jahrhundert reichende. Aus spätgothischer 
Zeit stammt die westliche, spitzbogige Eingangs-Thür mit etwas Stabwerk in den
        

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