Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Herzogthum Sachsen-Meiningen: Kreis Saalfeld
Person:
Lehfeldt, Paul
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2516591
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2520979
31 Gräfenthal. ÖBEBLOQUITZ. PnoßsrznntA.  2.37" 
 
mit Goldsaum, der Engel bunt schillernde Flügel und über dem weissen Gewand rothe, 
kreuzweise gebundene Bänder; naiv ist der Brief mit rothem Siegel, der die Verkün- 
digungs-Worte enthält) und die nebst dem reichlichen Gold (an Einzelheiten, Heiligen- 
scheinen und Hintergründen) dadurch erzielte schöne Gesammtwirkung. Hübsche 
Relief-Muster des Rahmens. 
Weinkanne, in Seidelform, darauf zart gravirt Blumen und ein Wappen, (auf 
dem Deckel) Crucifix mit Spruch und: 1686" (frühes Datum für den Stil der Ver- 
zierungen). Zinn. 
Kelch, aus dem Anfang des 18. Jahrhunderts. Fuss in flacher Sechspass-Form, 
darauf theils getrieben, theils gravirt die Leidens-Werkzeuge zwischen Schnörkeln 
im Regentschaftsstil; Knauf vasenförmig mit drei getriebenen Cartouchen zwischen 
Schnörkeln; Kuppe, darauf die charakteristischen Muster der Zeit (Gitter, Bänder, 
schmale Vorhänge) gravirt. Fuss und Knauf von Silber, vergoldet, Kuppe von Messing 
(bessere Arbeit). 23 cm hoch. 
Glocken. 1) 1669 von Joh. Berger in Weimar. 65 cm Durchmesser.  2) 1710 
von Joh. Rose in Volkstädt, mit Namen und Angabe des Gusses auf Kosten von 
Mich. Rabes. 60 cm Durchmesser.  3) 1669 von Joh. Berger in Weimar. 44 cm 
Durchmesser. 
PFODSIZBIIH, 5 km östlich von Gräfenthal, 1116 Zella, weil als Zelle oder Bet- 
haus der Abtei Saalfeld gegründet, 1225 zuerst als Wohnsitz des Propstes genannt, 
wurde ein Mittelpunkt ihrer in der hiesigen Gegend befindlichen, bedeutenden, sowohl 
ursprünglichen, wie erworbenen Besitzungen (13-15 Orte), übrigens auch Sitz derer 
von Brandenstein. Es bildete dann den Mittelpunkt des nach der Aufhebung der 
Abtei mansfeldischen, dann sächsischen Amtes (siehe geschichtliche Einleitung) bis zu 
dessen Einverleibung in Amt Gräfenthal 1802.  Brückner, Landeskunde II, 571 if.  
Brüekner, Sammlung versch. Nachr. z. e. Beschr. d. Kirchen- u. Schulenst. im Herzogth. Gotha, 
IV. Stück, 1758, S. 51.  Schultes, Coburg-Saalfeld. Landesgesch. II, S. 100; Urkundenb. S. 133.  
    
Kirche. Der gegen das Langhaus nach Norden etwas vorspringende, nach 
Süden stark zurückspringende Thurm stammt noch in seinem unteren Theil aus dem 
15. Jahrhundert und hat in seinem 4,1 m langen, 4,25 m breiten, mit spitzbogigem 
Gewölbe überspannten Erdgeschoss (früher einmal Begräbniss der Familie Breithaupt) 
ein schmales, ursprünglich spitzbogiges, jetzt unförmlich abgerundetes Fenster an 
dessen Nordseite; ein ebensolches an der Westseite ist nur innen zum Theil sichtbar, 
da darunter die moderne Rechteck-Thür eingebrochen ist; ferner zwei kleine solche 
Fenster an der Nordseite im ersten Obergeschoss. Im Uebrigen ist die Kirche 1755 
(Wappen und Namenszug des Franz Josias und: 1755 in einer Tafel der Nordseite) ge- 
baut, 1853 restaurirt. Chor und Langhaus bilden einen östlich dreiseitig geschlossenen 
Raum von 23,6 m Lange und 10,2 m Breite. Südlich vom Thurm ein niedriger, 
massiver Vorbau (für die Treppe) von 1853. Ueber Chor und Langhaus geht eine 
Holzdecke vom Querschnitt: KW. Holzemporen in zwei Geschossen; Flachbogen- 
Fenster von regelmässiger Anordnung; statt des ersten und letzten der Nordseite je
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.