Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Herzogthum Sachsen-Meiningen: Kreis Sonneberg
Person:
Lehfeldt, Paul
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2515064
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2515910
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NEUHAUS. 
 
Sonneberg. 
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Grabstein an der Langhaus-Südwand neben der Kanzel; Inschrift für den Rath 
J oh. Georg Meticke, 1' 1755, in Roccoco-Rahmen, umgeben von Blumen, Schnörkeln und 
Engeln; oben ein Roccoco-Schild mit dem Narnenszug des Verstorbenen. Sandstein. 
Grabstein links vom vorigen; Inschrift für des Joh. Friedr. Theod. Gattin 
Elisabeth Sophie, geb. Müller, t 1775, auf einer etwas verzierten Platte; Untersatz 
mit Blumengewinden; Aufsatz mit einem weinenden und einem Seifenblasen machenden 
Knabchen zu den Seiten einer Urne. Sandstein. 
Grab stein nahe dem vorigen im Langh aus-Fussboden, aus dem 18. Jahrhundert; 
Inschrift und Wappen, abgetreten.  8 Grabsteine neben einander in der Mitte des 
Langhaus-Fussbodens vor dem Taufstein, Inschriften und Rautenkranz-Wappen, abge- 
treten.  Sandstein. 
Gemälde innen über dem Südportal, daher undeutlich zu sehen, aus dem 
Anfang des 17. Jahrhunderts, gross; unten eine betende Familie (GottslnanniP), 
links der Vater und eine Knabe, rechts die Mutter und zwei Töchter, im Hinter- 
grund noch einige Figuren; darüber ein Schriftband mit dem Spruch aus Joh. 3, 
14. 15 (gleich wie Moses in der Wüste eine Schlange erhöhet hat); darüber eine 
Kreuzigungsdarstellung, iigurenreich, bewegt, farbig, an die Gemälde von Paul Keill 
erinnernd. (Vgl. über diesen Bd. Neustadt a. Orla, Einleitung). Oelmalerei. 
2 Glasscheib en im 1.Fenster der Langhaus-Südseite, rund; Wappen von Gotts- 
mann und seiner Gattin, von: 159.9; das seinige ganz gut, das ihrige ergänzt, bunt. 
T auf kanne, von: Gertrud Sommer 1732, in langer, mit Kehlung oben schmaler 
werdender Seidelform; Weinkanne, mit: VB 1653, von gleicher Form, sehr 
gut, mit Mustern zum Theil in Zickzacklinien gravirt. Zinn. 
Weinkanne und Oiborium, neu, schöne Arbeit; Silber. 
4 Kelche, wohl alle aus dem 18. Jahrhundert, mit Sechspass-Füssen, von ver- 
goldetem Silber. Der 1. hat sechskantigen Knauf der Form: {z mit gezackter 
Theilungsleiste und mit gravirten Rosen an den abwechselnden Flachen, ein Meister- 
zeichen (H V17, darunter R) und ist 24 cm hoch;  der 2. hat ein gravirtes Kreuz 
auf dem Fuss, einen apfelförmigen, gerippten, mit: IESV S 4- gravirten Knauf, 
Meisterzeichen (Schlüssel und Schwert gekreuzt; B; R) und ist 18 cm hoch;  
der 3. hat einen verhältnissmässig breiten Fuss mit: ANN O 1745, vasenförinigen, 
sechskantigen Knauf, Meisterzeichen (H) und ist 2215 cm hoch;  der 4. hat 
einen vasenförmigen, zierlichen Knauf, Zeichen (N; SB) und ist 17 cm hoch. 
Kelch ausser Gebrauch, im Pfarrhaus (zu Schierschnitz), aus dem Ende des 
17. Jahrhunderts, von sehr guter Form, mit rundem Fuss, eiförrnigeln, antikisirend 
durch Kehlen und Gliederchen von Fuss und Kuppe getrenntem Knauf und mit 
Umhüllung des unteren Theils der Kuppe; diese Theile reich, wenn auch derb mit 
Engelsköpfchen, gebrochenen Bändern und antikisirenden Motiven theils getrieben, 
theils vertieft, wohl nürnberger Arbeit. Silber, vergoldet, 21 cm hoch; der Re- 
paratur werth. 
H0 stien b ü chse, von: Hans Haeublein Schultheiss in Schwerzdorf 1736, oval, 
auf Palmetten als Füssen. Silber. 
3 Glocken, ohne Inschriften, Wohl von 1869; Gussstahl. 
Ehemal. Ritterguf; Burg, um 1310 freier Besitz des Eberhard v. Schaulu- 
berg, von ihm und seinem Sohne Ekbert 1315 zu Lehn den Grafen von Henneberg auf-
        

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