Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Herzogthum Sachsen-Meiningen: Kreis Sonneberg
Person:
Lehfeldt, Paul
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2515064
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2515689
   
Der 
Amtsgeriehtsbezirk 
Sonnebergu 
 er Amtsgerichtsbezirk Sonneberg stösst im Nordosten an den sachsen- 
   meiningischen Amtsgerichtsbezirk Grafenthal, im Osten und Süden 
  g an den bayrischen Regierungsbezirk Oberfranken, im Westen an den 
   sachsen -c0burgischen Amtsgerichtsbezirk Neustadt und an den 
es meiningischen Amtsgerichtsbezirk Schalkau, nördlich an den Amts- 
gerichtsbezirk Steinach. Mit diesen beiden letzteren zusammen bildet er den Ver- 
waltungsbezirk Kreis Sonneberg. Er gehört zum meininger Oberland und reicht 
in seinem nördlichen Theil bis zum Hauptstock des Thüringerwaldes. 
Das Gebiet bildet den Uebergang von Thüringen zu Franken. Es gehörte wohl 
als königliches Gut unter den sächsischen Kaisern zum Banzgau, einem Theil des 
Grabfeldgaues. Dann kam es zum Theil an den Pfalzgrafen Ehrenfried und so 
unter die 1074 gestiftete Abtei Saalfeld (s. Bd. Saalfeld, S. 1, geschichtl. Einleit.), 
zum Theil an die Markgrafen von Schweinfurt, aus deren Familie die Erbin Albrat 
(Alberade), die Gattin des Grafen Hermann von Vrohburg, Markgrafen vom Banz- 
gau, war. Deren Güter wurden zum Theil an die von ihnen gestiftete Abtei Banz 
gegeben, welche wiederum mit ihrem Besitz 1058 an die Abtei Fulda (Dobenecker, 
Reg. I, Nr. 8147) und unter das Bisthum Bamberg kam; im Haupttheil fielen sie 
nach Aussterben der Vrohburgs durch Erbfolge an die Grafen von Meran (kirchlich 
auch unter Banz). In dieser Zeit entwickelten sich auch die kleineren Besitzungen 
besonders der Herren v. Sonneberg und der v. Schaumberg (Schalkau). Im Jahre 
1248 erbten die seit etwa 1037 erwähnten Grafen von Henneberg (s. geschichtl. 
Einleit. zu Amtsgerichtsbez. Wasungen), und zwar die bei der Theilung von 1078 
entstandene jüngere, gottwaldische Linie, den hiesigen Besitz der Grafen von Meran. 
Sie brachte allmählich die kleineren Gebiete theils unter ihre unmittelbare Herr- 
schaft, theils unter ihre Hoheit. Das Besitzthum bildete seit Graf Hermann I. und 
der Theilung des Erbes der älteren (popponischen) Linie einen Theil der "neuen" 
Herrschaft Henneberg bezw. der später sog. Pflege Coburg und blieb es die längste 
Zeit hindurch. Bei dem Tode von Hermannsl. Sohn 1291 erbten des Letzteren 
Bau- und Kuustdenkm. Thüringens. S.-Meinliigen lll. l
        

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