Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Herzogthum Sachsen-Meiningen: Kreis Hildburghausen
Person:
Lehfeldt, Paul Voss, Georg
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2508208
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2510213
Hildburghausen. 
HILDBURGHAUSEN, 
Schloss. 
und Friedrichswerth (Bd. Gotha, S. 69 f. und Bd. Waltershausen, S. 112  des 
Herzogs Johann Ernst in Saalfeld (Bd. Saalfeld, S. 102  des Herzogs Christian 
in Eisenberg (Bd. Westkreis Altenburg, S. 204 f), sowie an die des Herzogs Johann 
Wilhelm von Eisenach (Marksuhl) in Allstädt (Bd. Apolda, S. 264) und des Herzogs 
Friedrich Wilhelm II. von Gotha-Altenburg in Altenburg (Bd. Ostkreis Altenburg, 
S. 118  Doch die Stuckirungen sind weniger fein, als die in Eisenberg und All- 
städt, schwülstiger im Entwurf, derber in der Ausführung, übrigens auch durch 
öfteres Ueberweissen an Schärfe und Feinheit geringer geworden, allein von so 
grossem Reichthum. der Phantasie, dass sie der Beschreibung werth sind. Die 
Mittelfelder sind zum Theil noch bemalt erhalten. In der Durchfahrt wird das 
Mittelfeld (Gemälde: Frauengestalt und zwei Kinder mit Blumen und Früchten) von 
einer Ellipse, deren Bögen der längeren Axe sich an den Enden nochmals in Halb- 
kreisen ausweiten, umrahmt, umgeben von vier (leeren) Cartouchen, die von Kindern 
gehalten werden; an den Ecken naturalistischer Epheu in flacherem Relief und 
darum zarterer Wirkung. Der Treppen-Vorraum zog sich früher mehr nach 
rechts hin, ist aber hier etwas durch eine eingebaute Unteroffizierstube verkleinert, 
dadurch auch ein Stück der Decke abgeschnitten. Die Decke des Treppen-Vorramnes 
ist der Länge nach in drei Achtecke mit zum Theil eingebogenen und ausgebogenen 
Feldern getheilt, zu denen sich an dem breiteren Theil neben der Treppe ein Kreis 
gesellt. In den Feldern Gemälde (Vulcan und Venus, Aurora auf geflügeltem Pferd 
und Horen, Jupiter und J uno, ein Knäbchen) nach Renfschen Vorbildern; dazwischen 
in Stuck Oartouchen mit Muscheln und Spangen, welche wie ausgebreitete Thier- 
felle oder Tintenfische gebogen und gerieft sind, nebst hübscheren, naturalistischen 
Blattzweigen, und an den Ecken Knäbchen mit der Herzogskrone. An der Treppe 
befindet sich am Gurtbogen des Anstieges in Stuck ein Adler mit Schild, umgeben 
von Waffen. An der tonnenförmigen Unterseite des 1. Laufes zum 1. Ober- 
geschoss ein elliptisches Feld (Gemälde: Mars, verdorben), umgeben von vier 
Buckelschildern mit springenden Löwen und zwei Buckelschildern mit dem Rauten- 
wappen des Herzogs von Sachsen und dem achtstrahligen waldeckschen Scepter- 
kreuz seiner Gattin, nebst naturalistischen, fast zu mannigfaltig erfundenen und 
tief unterschnittenen Kränzen, sowie Knabenpaare an den Ecken, welche mit den 
einander zugekehrten Händen die Herzogskrone, mit den anderen Händen Sinn- 
bilder des Mannes und der Frau, Schwert und Säule, Spiegel und Gefäss halten. 
Das Ganze auf Vorhangwerk mit Falten und Fransen. An der Decke des Treppen- 
podcstes zwei Kreuzgewölbe, deren Grate mit Akanthus und fellähnlich behandelten 
Ornamenten geziert sind. Zwischen den zwei Kreuzgewölben ein ovales Medaillen 
(mit Gemälde der Minerva) zwischen Akanthuslalättern, welche vom Pfeiler zwischen 
den Treppenbögen und vom Fenster-Zwischenpfeiler aufsteigen. Am Fenster- 
Zwischenpfeiler ist eine Nische ausgespart, darin die Gipsiigur eines Jupiter mit 
[abgebrochenem] Donner und Blitz in den Händen, den Adler zur Seite, lediglich 
decorativ, etwas massig. An der Unterseite des 2. Laufes zum 1. Obergeschoss 
wieder ein elliptisches Feld (Gemälde: Luna), umgeben von Buckelschildern mit den 
verschiedenen Wappen des Herzogthums etc.; die Knabenpaare halten hier mit den 
einander zugewentletenHänden die Herzogskrone und einen Kranz als Umrahmung 
eines Buckelschildes mit dem Kreuz darauf, mit den anderen Händen die Sinnbilder 
wohl der Wissenschaft und Kunst, des Krieges und Handels (Buch und Trompete,
        

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