Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Herzogthum Sachsen-Meiningen: Kreis Hildburghausen
Person:
Lehfeldt, Paul Voss, Georg
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2508208
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2510057
Hildburghausen. 
HILDBURGHAUSEN, 
Stadtkirche. 
reichender Arm mit Fackel), 
Ranken, Blumen, Füllhörner 
ringsherum durchbrochen geschnittene 
und Palmetten.  Human, Chronik, S. 
und 
557. 
getriebene 
Gemälde, wohl aus dem Schlosse stammend, biblischen Inhaltes, meist Copien 
oder freie Nachahmungen des 18. (Iahrhunderts (manche mögen vom älteren Joh. 
Heinr. Tischbein sein, der Wandgemälde für das hiesige Schloss und die Schloss- 
kirche malte, in Cassel 1' 1799) nach italienischen und spanischen Meistern des 
1G. und 17. Jahrhunderts (Rafael, Tizian, Caravaggio, Ribera, Murillo); in der 
Sacristci: Halbfigur eines betenden, bärtigen Apostels;  an der Nordwand des 
Kirchhauses: Maria sitzend, mit dem stehenden Kind auf dem Knie;  an der 
Südwand unten: Paulus und Barnabas aus dem Gefangniss befreit, nach natura- 
listischer Schule; Copie nach Rafacls grosser heiliger Familie, dies ganz leidlich; 
heilige Familie, wohl nach Murillo; ebenda oben: Verkündigung; Flucht nach 
Aegylaten, dies etwas selbständiger (Jesus an den Händen von den Eltern gefasst, 
doch diese mehr führend, verheissungsvoll zu ihnen aufblickend), von interessanter 
Auffassung, mit schlechten Gesichtern, doch guten Einzelheiten;  im Fürsten- 
stand: Himmelfahrt und Ausgiessung des heil. Geistes, diese aus dem 17. Jahr- 
hundert in venetianischer Art, aber theatralisch; Kniestücke des leidenden Christus 
im rothen Mantel und der Magdalena mit übereinander gelegten Händen, nach 
Ribera. Oelmalerei.  Human, Chronik, s. 560. 561. 
Bildnisse von Geistlichen, in der Sacristei und Kirche, lebensgross, in Oel, 
des Schnetter Thamerus, T 1719, Fehnel, T 1721, Hommel, T 1746, Kern, T 1776, 
Döhner, T 1788, Genssler, T 1881, Nonne, T 1854.  H unlan, Chronik, s. (53. 65. 67. 
83. 385. 561. 
Glocken. 1) Die zersprungen gewesene grösste Glocke wurde 1871 von 
Gebr. Ulrich in Apolda umgegossen und am 1. Advent a. c. als ÜFJ-iedensglockeß 
geweiht. Sie ist Weich und gross, hat 160 cm Durchmesser, wiegt 45 Ctr. 
52 Pfd. und kostete 1100 Thaler. Auf der Westseite: Gloria in excelsis. In der 
Schwestern Hellem Chor Steigt Mein Dank Zu Gott Empor Dass Er Seinen Goldnen 
Frieden Hat Dem Deutschen Reich Besohieden Ruf An Fest- Und Sonntagsrnorgen 
Werfet Alle Eure Sorgen Hin Auf Gott Gebt Ihm Die Ehre Dass Er Jedem Un- 
fall Wehre Und Die Christliche Gemeine Andachtsooll Vor Ihm Erscheine. Auf der 
Ostseite: Diese Friedensgloche wurde unter der Regierung Sr. Hoheit des Herzog 
Georg Zu S. Meiningen Hildburyh. Im Jahre MDOOCLXXI Auf Kosten der Stadt 
Thngegossen Von Gebr. Ulrich in Apolda Im Kirchen Und Sohulenamt sassen 
Dr. Wölfing Ford. Trinhs Heinr. Bernh. Nolhnagel der Vorsitzende Im Gemeinde- 
rath Georg Jacobi.  2) Für die am Osterfest 1838 gesprungene 2. sogen. hohle 
Glocke wurde eine neue, 18 Ctr. schwere, in Coburg von Fr. Albrecht und Sohn 
gegossen und am Erntefest a. c. geweiht. Auf der Ostseite Stadtwappen mit einem 
Löwen. Inschrift: Sacra sepulturas bustus ineendia pompas inconcusso ooto eivibus 
Ore loquor. Auf der Westseite: G. Winzer u. H. König als Bürgermeister genannt. 
 3) 102 cm; auf der Westseite herzogl. Wappen; auf der Ostseite Stadtwappen 
mit vier Löwen und Inschrift: Haee campana ex religuiis anteriorum diro incendio 
die XIX Augusti (1779) consumtorum restaurata est cura et sumtibus senatus Hilpe- 
husani consul. Io. Christ. Schmalzio Et Arte Io. Andr. Meier Coburg (1781).  
4) 70 cm (Wappen wie bei 3); Inschrift: Me cum tribus sororibus majoribus e ruinis
        

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