Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Herzogthum Sachsen-Meiningen: Kreis Hildburghausen
Person:
Lehfeldt, Paul Voss, Georg
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2508208
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2514952
Römhild. 
WESTENFELD. 
WOLFMANNSHAUSEN. 
Altardecke, ausser Gebrauch, mit A.M.D. G. W. 1'779 auf rothem Grund. 
Deck chen, aus dem 18. Jahrhundert; das Gotteslamm, dessen Blut in einen 
Kelch rinnt, und ringsum Buchstaben, in Kreuzstich auf weisser Leinwand. 
2 Kelch-Unterset zer, aus dem 18. Jahrhundert, mit Blumenvasen in 
bunter Seide bestickt, und mit Goldspitzen-Borte. 
Glocken. 1) 1850 von R. Mayer in Rudolstadt.  2) 1777 von J. A. Mayer 
in Coburg; Roccocofries; Fries mit Palmetten; KOMMET LASSET UNS ANBETEN 
etc.; Rautenwappen in einem Roccoco-Schild unter der Krone; 68 cm Durchmesser.  
3) Viertelglöckchen, oben im Dachgesparre hängend; genaue Besichtigung unmöglich. 
Gemeindehaus, Fachwerk. Vor der Thür ein gefälliger Vorbau aus der 
1. Hälfte des 17. Jahrhunderts. Eine kleine Freitreppe mit malerisch auf vier 
Säulen angeordneten], kräftigem Holzgesilns und Dach. Die Säulen haben ge- 
schwellte Schafte und Quer-Riefelungen. 
wühllhällSßf, ältere, von Fachwerk. N r." 20. Eckpfosten, stark ge- 
schweift geschnitten und mit in die Ecken eingelegten Verzierungen; Schiebeläden 
mit durchbrochen geschnittenen Rahmen. Seiten-Galerie mit Hclzsäulchen. Innen 
ein Zimmer mit alter Bretterdecke.  Nr. 22. Eckpfosten gedreht geschnitzt.  
Nr. 45. Obergeschoss der einen Front auf Schwellen mit Zahnschnitten etc. 
Briistungsfelder mit Andreaskreuzen und sie durchdringenden hochkantigen Vier- 
ecken, wobei durch sehr nahe Stellung und runde Ausschnitte der Hölzer eine 
gute Wirkung erzielt wird. Die anderen Fronten theils einfacher, theils neu be- 
schiefert. 
Wolfmannshausen, westnordwestlich von Römhild; 1145 Wolfhelmeshusunfß, 
wo hersfelder Lehen, 4 Hufen, von dem Abt von Fulda an Berthold von Henne- 
berg zu Eigen gegeben wurden (Dobenecker, Reg. I, Nr. 1535), 1317 Wolfhalinshusen, 
kam durch Schenkungen des Grafen Otto von Bodenlaube, des Grafen Hermann 
von Aschach und Andere allmählich grossentheils unter das Kloster Frauenrode 
und so unter würzburgische Hoheit, litt um 1650 durch Brand, kam 1808 durch 
den Tauschvertrag mit Würzburg an das Amt Römhild, somit unter die gemein- 
schaftliche Herrschaft von S-Meiningen und S.-G0tha, 1826 ganz an S-Meiningen. 
 Brückner, Landesk. II, S. 198. 221i  Voit, St-Meiningen, S. 235. 
Kirche, des heil. Aegidius, katholisch, seit 1488 Pfarrkirche. Grundriss- 
Form:  Der Chor, der den" Thurm trägt, ist 4,4 m lang, 4,5 1n breit, die 
Sacristei nördlich davon 5,3 m lang, 3,5 m breit, das Langhaus 18,5 m lang, 10m 
breit. Der Chor zeigt in seinen Ecken und Wänden Spuren eines jetzt ziemlich 
nahe über dem Fussboden beginnenden Kreuzgewölbesndas aber herausgeschlagen 
wurde, als der Chor bedeutend höher gelegt wurde. Dieser alte Chortheil dürfte 
noch von der 1240 erwähnten Aegidiuskapelle herstanlmen. Sein Ostfenster wurde 
zum zweitheiligen Kleeblattbogen-Fenster mit gekehlten Profilen erweitert. Dies
        

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