Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Herzogthum Sachsen-Meiningen: Kreis Hildburghausen
Person:
Lehfeldt, Paul Voss, Georg
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2508208
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2509943
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HESSBERG. Hildburghausen. 32 
Bau, westlich gegenüber auf steil nach Süden abfallendem Bezirk. Unten an der 
Nordseite bei der Ost-Ecke eine Tafel mit dem Wappen v. Hessberg und wohl 
dem von Carls Gattin Sophie Friederike v. Herzeele, der Tochter des früheren 
Ministers von Holland (Sparren, Kreis unter 2 Lindenblättern, Andreaskreuz, Schräg- 
balken in Lorbeerkranz); ebendort bei der West-Ecke die Zeitangabe: d. 18. August 
782,2 in einem Kranz. 
Ein Wassergraben lief um das alte Schloss. An der Westseite ist derselbe 
gut erhalten, an der Nordseite seine Spur im Garten sichtbar, ebenso an der Ost- 
seite nach der Kirche zu, wo in einer Erhöhung die Stelle der ehemaligen Zufahrt 
[Zugbrücke] erkennbar ist. 
Das jetzige Braumeisterhaus war zunächst für Carl v. Hessberg er- 
richtet, wie die Inschrift: Erbaut 1819 in einem Stein unten, sowie das Wappen 
v. Hessberg nebst: 1820 im Schlussstein der ilachbogigen, mit Ohren versehenen 
Thür angiebt. Ueber dieser Thür ist aussen eine Tafel von dem alten Schloss 
eingelassen, mit dem verwitterten Wappen v. Hessberg nebst: 1604 und: B.A. 
K. V. H. 
An einem Sfallgßbälldß-Anbau über der Thür eine Tafel mit dem 
Wappen v. Hessberg, umgeben von einem Sohriftband, dessen Inschrift mir voll- 
ständig und zum Theil falsch überarbeitet zu sein scheint. Ich glaube, noch lesen 
zu können: Qtnno m.cccc.ly:ppu ift by Ee-re gräcbtvet (diese Kemnate gerichtet) 
-id) bicg (Dietrich) von befbovcf. (Human nach Dr. Radefeld las: Anno 
J. Chr. MCCCCXXXIII dii lib., d. h. domini liberi Adam et Die von Hessborck.) 
Brückner, S. 299.  Genssler, Gesch. d. Gaues Grabfeld I, 1803, S. 248 f., u. Ans. d. 
alten Schlosses auf der Titelvignette, das von ihm für die alte Burg Dispargurn des Frankenkönigs 
Clodio von 428 gehalten wurde.  Human, S. 3. 95 f., mit Beschreibung des alten Schlosses, 
S. 98 f. über die v. Hessberg.  Krauss, S. 530 f. über die v. Hessberg.  Voit, S. 250. 
[Ü H8 b ß fß S Ü g ll H g, bis vor 1838 theilweise erhalten gewesen; am Ein- 
gang des Dorfes, wo der Spesshardtsche Garten, lag das obere Thor, ein zwei- 
geschossiges Fachwerk-Gebäude, bei der Ausfahrt zum Gutsbezirk das untere 
T1101".  Human, S. 4.] 
[Burg-Ruinen auf dem Rücken der Hessberger Leite im Walde gegenüber 
dem Schloss gewesen, für die älteste Burg derer v. Hessberg, die später aufgegeben 
ward, oder für einen erst im 15. Jahrhundert erbauten, im Bauernkrieg zerstörten 
Wartthurm derselben gehalten, nach Human die Burg der Ritter v. Schaumberg 
gewesen. 1752 befand sich an der Kellerthür der Inschrift-Rest: B. V. H. (Burk- 
hard v. Hessberg?) 15.  Bei einer 1877 vorgenommenen Ausgrabung wurden im 
Osten die Grundmauern eines Gebäudes von etwa 20 m Länge und 15 m Breite 
gefunden. In der Nordwest-Eeke führten vier enge Stufen in ein kleines, etwa 
211., m langes und 2 m breites Kellergewölbe. Der Burgweg geht von Osten nach 
Westen die Leite aufwärts.  Human, S. 9G.  Pf. Köhler bezw. Kirchbuch.  Krauss, 
Landeshistor. II, S. 537.  Voit, S. 250.]
        

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