Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Herzogthum Sachsen-Meiningen: Kreis Hildburghausen
Person:
Lehfeldt, Paul Voss, Georg
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2508208
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2513929
GLEIOHERWIESEN. 
Römhild. 
 
v. Bibra den Ort, seit 1484 zum Theil, seit 1808 völlig als Sächsisches Lehen; 1850 
vertauschten sie ihren dortigen Besitz an den Staat. Kaiser Karl VII. gewährte 
1743 dem Ort Jahr- und Viehmärkte.  Brückner, Landesk. II, S. 198. 233.- Schultes, 
Römhild, S. 678 f.  Voit, S-Meiningen, S. 231. 
Kirche, früher Tochterkirche von Gleichamberg, seit 1493 Pfarrkirche. 
Grundriss-Form:  Der ehemalige Chor, der den Thurni tragt, jetzt Sacristei, 
3,5 m lang, ebenso breit, wohl von 1493. Kreuzgewölbe von kehlprofilirten Rippen, 
die aus den Ecken unmittelbar wachsen und eine Rosette im Schlussstein haben. 
An der Ostseite ein kleines, jetzt rechteckiges, aussen im 16. Jahrhundert rund- 
bogig umzogenes Fenster. An der Südseite ein grösseres Fenster, spitzbogig, zwei- 
theilig, mit spätgothischem Maasswerk. An der Nordseite des Thurmes (Erdgeschoss) 
befanden sich dicht neben einander zwei jetzt vermauerte rundbogige Thüren, deren 
westliche zur grösseren Hälfte von dem anstossenden Langhaus verdeckt ist. Auf 
dem Chor zunächst ein Geschoss mit Lichtspalten, darauf zwei durch Gesimse 
getrennte Geschosse. Das 1. Geschoss hat Lichtspalten. Das 2. Geschoss hat recht- 
eckige, gepaarte Fenster mit Kanten-Abschrägungen der Einfassungen und theil- 
weise auch der Mittelpfeiler. Ueber dem östlichen Paare dieser Fenster befindet 
sich ein: J  auf der Südseite links oben unter dem Dachsims eine auf den 
schmalen Seiten (links und rechts) abgerundete Steinplatte mit: M. GEORGIO II 1 
KORNNEFE 6 [I 9 H.K  N  8 I] C.K  N; hier also die Jahreszahl 1698. Es folgt 
eine achteekige Schweifkuppel, Arcaden-Aufsatz und Kuppel; Wetterfahne mit: 1781. 
Oestlich vom Chor erkennt man eine starke Vertiefung, jenseits derselben eine 
Erhöhung, wie Wall und Graben. 
Die Kirche ist 1843 vom Baurath Döbner in gothischem Stil neugebaut. Von 
der Sacristei führen als Verbindung zwei schlank-spitzbogige Durchgänge in die 
Kirche bezw. zur Kanzel. Das Kirchhaus, Altar- und Gemeinde-Raum, hat zwei 
um die Langseiten und die Westseite gehende Emporengeschosse; Balkendecke; 
spitzbogige und kreisförmige Fenster mit Maasswerk, Thüren der Form: F3, mit 
gothisch behandeltem Stabwerk, Alles in gefälligen Formen. Aussen Strebepfeiler. 
Brückner, S. 233.  Schultes, S. 680. 
Kanzel neu, in gothischem Stil, vom Grundriss: U; Holz. 
Taufengel, um 1800 gefertigt, in neuclassischem Stil, stehend, in der er- 
hobenen Rechten das Becken haltend, unbedeutend; Holz, farbig. 
Grabstein in der Sacristei vermauert, aus dem 18. Jahrhundert; Inschrift 
nicht mehr sichtbar, nur die Hälfte des Mittelfeldes mit Cartouche, darüber die 
Wappen (Wolf?) und v. Buttler, von Engeln gehalten. Schlechte Arbeit. Sandstein. 
Vortragekreuz, mit: 18.97.1886, etwas geschnitzt, in der Art katholischer 
Kreuze; Cruciflx doppelseitig. 
Kronleuchter, aus dem 17. Jahrhundert, mit Kugel an der Stange, sechs 
S-Armen und Blumen. Messing. 
Kanne, von: 1707, seidelförmig. Zinn. 
2 Kelche, aus dem 18. Jahrhundert. Sechspass-Fuss, Knauf in Form zweier 
Wulste zwischen Kehlen. Silber, vergoldet; Zeichen (Löwe; IP, darunter: G), der 
eine 2315, der andere 211i, cm hoch. Hostienteller, mit Kreuz und den 
gleichen Zeichen wie der Kelch. 
        

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