Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Herzogthum Sachsen-Meiningen: Kreis Hildburghausen
Person:
Lehfeldt, Paul Voss, Georg
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2508208
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2513855
9 Römhild. EICHA. 
geschnittene Geländer. An den Langseiten beünden sich rechts und links je zwei 
rechteckige Fenster, ein grösseres unten und ein kleineres oben. An der Nord- 
seite zwischen ihnen eine rechteckige Thür zwischen Pilastern. Ueber der Thür 
ein gebrochener Flachbogen-Giebel. In diesem ein Kranz um eine verwitterte 
lateinische Inschrift, bezüglich auf den Bau unter Pfarrer Heider CIOIOCOXXI. 
Brückner II, S. 229.  Schultes, Amt Römhild, S. 646.  Voit, s. bei Linden. 
16. Jahrhundert, von noch gothischem 
Die eisernen Thürbänder sind noch 
S chrank in der Sacristei, wohl aus dem 
Aufbau, einfach, mit Oelfarbe überstrichen. 
die alten. 
2 Lehnstühle, 
und Rückenlehne. 
wohl 
3.118 
dem 
16. Jahrhundert, 
mit 
senkrechten 
Seitenlehnen 
Kanzel (aus der römhilder Schlosskirche bei deren Abbruch hergekommen), 
wohl von 1682, sehr reich. Eine grosse Mosesiigur mit wallendem Mantel, mit 
erhobener Rechten; die linke Hand mit den Gesetztafeln abgebrochen. Die Figur 
trägt auf dem Kopf das glockenförmig, mit doppelter Akanthusreihe über einander 
sich erweiternde Vermittelungsglied. Auf diesem die Kanzel, vom Grundriss: U. 
An ihren Ecken treten auf herabhängenden Trauben Consolen, die von Engels- 
köpfen unterbrochen sind, vor, und auf ihnen stehen korinthische Säulen. An den 
Flächen der Kanzel werden rundbogige Muschelnischen von Eichblatt-Gehängen ein- 
gefasst. Den Abschluss bildet ein stark ausladendes Gesims. Dieselbe Gliederung 
wie die Kanzel hat die Wange ihrer Treppe, an welcher noch sechs solcher Muschel- 
nischen geschnitzt sind. In jeder dieser Nischen steht eine Apostelfigur, also im 
Ganzen zehn. Die erste Nische an der Treppe unten ist unvollständig und leer; 
denn bei der Versetzung der Kanzel von Römhild hierher wurden, um sie passend 
zu machen, anderthalb Systeme abgeschnitten und zwei Aposteliiguren beseitigt. 
Die Apostel sind im italienischen Barockstil gehalten, in lebhaften Stellungen. Wir 
mögen wohl hier eine der wenigen erhaltenen Leistungen des Hofbildhauers Lux 
vor uns haben. Den Eingang zur Kanzeltreppe unten bilden zwei Pfeiler mit vor- 
gesetzten, korinthischen Pilastern; darauf ein von einem Kreuz unterbrochener 
Giebel, auf dem geflügelte Engel lagern. Die Kanzel, von Holz, leidet unter dem 
gleichartigen dunkeln Anstrich in Grünbraun, Graubraun und Bronzefarbe mit Gold, 
ist aber doch als eines der schönsten Werke der Zeit und Gegend erkennbar.  
Jacob, in Meining. Gesch-Ver. Schriften 1896 (Heinrich Herzog v. Römh.),  43. 
Taufstein-Becken in dem Gewölbe unter der Sacristei, aus dem 17. Jahr- 
hundert, achtkantig, halbkugelig, an den Flächen unten abwechselnd mit rohen 
Engelsköpfen, Stern und Rosette gemeisselt. Sandstein. 
Figur des heil. Antonius, des Einsiedlers, in der Sacristei in zwei Stücken 
liegend, aus dem 15. Jahrhundert. Der Obertheil des Kopfes ist abgeschlagen. 
Der Heilige hält in der Rechten die Glocke, in der Linken den Stab. An seinem 
rechten Fuss springt ein kleines Schwein empor. Tüchtige Arbeit gewesen. Sandstein. 
 Brückner, S. 229. 
Grabstein an der Langhaus-Südaussenwand, für Ernst Rosteuseher, aus dem 
18. Jahrhundert; Inschrift in einem Palmenkranz, halb verwittert, darüber Sonne, 
Mond und Sterne; ringsum der Leichentext. Sandstein.
        

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