Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Herzogthum Sachsen-Meiningen: Kreis Hildburghausen
Person:
Lehfeldt, Paul Voss, Georg
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2508208
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2512540
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GOMPERTSHAUSEN. Held burg. 
Das Langhaus hat wohl von 1808 die zwei Emporengeschosse auf dorischen 
Holzsäulen. Ebensolche Saulen tragen über den Emporen die Decke, welche als 
iiache Bretterdecke mit Leistentheilung gebildet ist. An der Ostseite im nördlich 
vorspringenden Theil des Langhauses befindet sich oben ein kleines Flachbogen- 
Fenster, wohl aus dem 18. Jahrhundert. An der Südseite westlich von dem Spitz- 
bogen-Fenster ein elliptisches aus dem 17. Jahrhundert. An der Südfront giebt 
ein Stein an der West-Ecke an: WOLFGANG THAVER l6Oö.M.V. An der Nord- 
seite ist in der Mitte eine rechteckige, mit Ohren versehene Thür durch das Rauten- 
kranzwappen und die Jahreszahl: 1'743 im Schlussstein bestimmt. Westlich von 
dieser Thür entsprechen zwei neuere Fenster den anderen an Grösse, sind aber 
flachbogig und haben vertretende Kampfer- und Schlusssteine in der Weise des 
18. Jahrhunderts. An der Westseite ist die Thür in der Mitte rechteckig, mit der 
Jahreszahl: 1807 im Schlussstein datirt. (Rechts davon die oben erwähnte, gothische 
Tafel.) Links von der Thür und über ihr je ein Ellipsen-Fenster, wohl ven 1640; 
darüber noch zwei ilachbogige mit vertretenden Schlusssteinen, wohl von 1743. 
Der Thurmbau steigt über dem gothischen Theil noch mit einem niedrigen, massiven 
Geschoss auf, darin Rundbogen-Fenster mit am Kämpfer vortretenden Steinen. 
Rechts vom N ordfenster eine Tafel mit folgender Inschrift: PROV  XIIXV I] 'I'VRRIS 
FORTIS [l NOMEN DOMINI [l IOHANNES IACOBVS H CARLLPFARRER I] NICO- 
LAVS SCHMIET II SCHVLTHEIS I] lOHzANTE STAFFEL [l DORFFS MEISTER [l 
IOHANN AY l] W MEISDER ll 1697. An der Nordseite der Sacristei ist ein recht- 
eckiger Stein eingelassen, der zu einer 52 cm hohen und 41 cm breiten Blende 
mit schrägen Leibungen ausgehauen ist; darin das Bild des gekreuzigten Christus, 
mit verhältnissmässig zu grossem Kopf, aber ausdrucksvollen], schmerzerfiillteln 
Antlitz.  
Brückner, S. 328.  Krauss, S. 463, 476.  Voit, S. 2.56. 
Orgelbau, aus dem 19. Jahrhundert, mit etwas Schnitzerei. 
Kanzel, am nördlichen Triumphbogen-Pfeiler. Die Jahreszahl: 1640 steht 
am Sockel der stützenden Mittelsaule, welche unten und oben mit allerlei gedrehten 
Gliedern geschnitten, im Schaft geschwellt ist und oben sich in Gebälk-Proiilirung 
mit mehreren Zahnschnitt-Gliedern erweitert, um die Kanzel zu tragen. Diese, 
vom Grundriss: U, ist unten mit durchbrochen geschnitzten Ornamenten versehen, 
an den Ecken mit dorischen, canellirten Pilastern, an den Flächen mit den Figuren 
Christi und der Evangelisten, welche auf Consolen mit Engelsköpfen stehen. Schall- 
deckel als Gebälk, unten mit hängenden Blumen, im Fries mit Engelsköpfen, oben 
mit sitzenden Engeln verziert, tragt eine Schnörkelbekrönung mit der Figur Christi. 
Holz, neuerdings bunt bemalt und lackirt. 
Lesekanzel, aus dem 18. Jahrhundert, vom Grundriss: U; darauf der 
Evangelist Johannes und die vier grossen Propheten in braunen Farben gemalt. 
Crucifix an der Ostwand, ziemlich gross, mit zu kleinem Kopf, aber gut 
modellirtem Körper. 2. Vortragekreuze, doppelseitig. Holz. 
Weinflasche, von: I.N.St.1785, sechsseitig, mit Schraubdeckel und etwas 
verziertem Henkel. Zinn. 
Kelch. Inschrift: Georg Bappo Schäffer zv Alsleben vnd sein Weib Gertmvd 
haben Mich Gott zv Ehren Vml Ihrem Gedäehtnvs In die Kirche nach Gvmpers- 
hausen gestiftet Anno 1652 auf dem Fuss. Dieser ist sechspassförlnig, der Knauf
        

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