Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Herzogthum Sachsen-Meiningen: Kreis Hildburghausen
Person:
Lehfeldt, Paul Voss, Georg
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2508208
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2512512
Heldburg. 
GELLERSIIAUSEN. 
255 
GBIIGFSHHUSGII, nordwestlich von Heldburg; 1158 Gilershusen, 1183 Sitz eines 
Hildebr. V. Gilershusen, 1317 Gylershusen, 1340 Gillershussen, 1466 Geylershausen, 
gehörte verschiedenen geistlichen und weltlichen Besitzern (s. Brüekner); litt be- 
sonders im (lreissigjährigen Krieg.  Brückner, Landesk. II, S. 323 f.  Krauss, 
Heldburg, S. 397 f.  Voit, Meiningen, S. 255. 
Klfßhß, einst des Cyriacus, im Mittelalter mit einem Vikar (der zugleich 
die Veste Heldburg geistlich besorgte), dann Tochterkirche von West- Wlll 
hausen, doch mit eigener Vikarie, seit 1550 Pfarrkirche. Grundriss-Form: L  
Altar- und Gemeinde-Raum sind zusammen 10,9 m lang, 7,7 m breit. Das Erd- 
geschoss des Westthurmes ist 4,5 ni im Quadrat. Die Sacristei nördlich vom Kirch- 
haus ist neu, mit geputzter Flachdecke versehen. Das Kirchhaus ist denNach- 
richten nach [nach Zerstörung des alten 1645] 1700 neu erbaut, 1714 mit Malereien 
von Andr. Brückner aus Schweinfurt ausgeschmückt. Der Thurm ist 1557 gebaut. 
Die Kirche wurde 1839 reparirt. Doch dürfte der untere Theil des Thurmes den 
Formen nach noch aus dem 15. Jahrhundert stammen (s. Glocken). Das Kirchhaus 
hat eine flache, durch Leisten in Felder getheilte Decke (von 1839). An der Nordi 
ost- und Südost-Seite, sowie an der Nordseite nach Westen zu je ein Fenster. 
An der Südseite vier Fenster unten und oben, die unteren Fenster rundbogig, die 
oberen Fenster elliptisch. Ausserdem an der Südseite, mehr westlich, noch ein 
elliptisches Fenster und darunter die rechteckige, mit Abstufung und Karnies pro- 
iilirte Thür, in deren Sturz halb verloschen: 1'770. Noch weiter nach Westen ein 
gewöhnliches Rechteck-Fenster. An der Nordseite, nahe der Nordost-Ecke, ein 
tlachbogiges Fenster, weiterhin zwei elliptische Fenster.  Das durch einen Rund- 
bogen gegen die Kirche geöffnete Thurm-Erdgeschoss hat noch von dem Bau der 
Spätgothik her ein rippenloses Kreuzgewölbe, an der Südseite ein kleines, jetzt 
rechteckiges Fenster. An der Westseite ein Spitzbogen-Portal mit Kehlen und 
Birnstäben, welche auf verzierten Untertheilen anfangen. An der Südseite hat der 
Thurm über dem Erdgeschoss-Fenster ein schmales, rechteckiges Fenster. Im 
3. Geschoss darüber gepaarte Spitzbogen-Fenster [deren Mittelstütze fehlt]. An der 
Nord- und West-Seite des Thurmes oben schmalere Spitzbogen-Fenster, an der 
Ostseite schmal-rechteckige Fenster. Im obersten Geschoss an jeder Seite drei 
rechteckige Fenster; über dem mittelsten der Südseite die Angabe: 64.1557. K. 
(Gellershausen, Kirche oder Namensbuchstaben?) Darüber ein durch Biegungen 
in das Achteck übergeführter Helm.  Briickner, S. 323.  Krauss, S. 398. 424. 427. 
 Voit. 
Kanne, von: Eleon. lllargar. Buchenroeder, geb. Heubner 1792, seidelförmig, 
mit dem Gotteslamm als Deckelknopf. Silber. 
Weinflasche nläfiaschen", von: Wolfg. Christ 1672; Weinkanne, von: 
G. C .1756, klein; Kanne, von: Joh. Andr. Christ 1777, seidelförmig. Zinn. 
Kelch, aus dein Anfang des 16. Jahrhunderts, später zum Theil überarbeitet. 
Sechspass-Fuss mit hohem, so: [IOHOH geschlagenem Rande, während Ornamente 
auf den Passen in Form von Blättern zwischen Voluten und Blätterchen an der 
Fussplatte später eingravirt sind. Am Knauf sechs vertretende Würfel mit gravirten 
Rosetten an den Vorderflächen; dazwischen Eier mit Maassiverk-Gravirungen. Schaft
        

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