Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Herzogthum Sachsen-Meiningen: Kreis Hildburghausen
Person:
Lehfeldt, Paul Voss, Georg
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2508208
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2509664
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ADELHAUSEN. 
Hildburgh ausen. 
Coburg. Landeshistorie 1700, 2 Bde., ö.  A. Human, Chronik der Stadt Ilildburghausen 1886, 
ö. 11. A. S. 33 f. 188 ff.  J. W. Krauss, Antiqu. et lnemorabil. hist. Francom, dar. insond. d. 
Urspln, Einr. u. Merkw. d. fürstl. Ren-St. Hildburghausen 1753; dasselbe, wie K r auss, Beyträge 
zur Erläut. d. Hochfürstl. S. Hildb. Kirchen-Schul- u. Lancleshiston, Bd. II, Stadt u. Diöc. Hildb. 
1752.  Rudolphi, Gotha diplomatica III, S. 309.  Schiffn er, Beschreib. v. Sachsen, 2. Aufl. 
1845, S. 731 ff.  Span genberg, Hennebergische Ohronika, Strassburg 1599 (neu herausgeg. von 
Scheidemantel 1755, mit vergleichenden Seitenzahlen), so S. 193. 201. (354. 369.) u. ö.  Voit, 
Das Herzogth. Sachsen-Meiningen, hist., stat., geogr. u. t0p., 1844, S. 242 f. 
ÄdßlhüllSßll, 8,4 km südlich von Hildburghausen (das 824 genannte Atihusun, 
nach Dobenecker, Reg. I, Nr. 133 Aidhausen in Unterfranken); 1315 Atthus, Ateldes- 
husin, Attilehusyn, Attelehusen, 1340 Athalhusen : zu den Häusern des Addalo, 
Athalo (husyn lat. plur. vom ahd. hüs), stand unter dem Rittergut zu Eishausen 
(S.   H. Bergner, Die Glocken des Herzogthums S-Meiningen (in: Schriften des Vereins 
für S-Meining. Geschichte u. Landesk, Heft 33, 1899), S. 59.  Brückner, Landesk. II, S. 317. 
 G. Jacob, Die Ortsnamen des Herzogthums Meiningen (1894), S. 15.  W. Krell, Tabelle 
über Ortsentfernungen im Herzogthum Meiningen 1896.  Voit, Meiningen, S. 248 f. 
Kirche, Tochterkirche von Eishausen. Grundriss-Form:  Der 
Chor, der den Thurm tragt, 3,6 in lang und ebenso breit, älterer Anlage, jetziger 
Bau von 1484, von den Herren v. Hessberg gestiftet. Eine steinerne Tafel, welche 
jetzt an der Westfront links von der Thür unter dem Fenster vermauert ist, ent- 
hält die alte Bau-Inschrift: 2mm bni mille? cccc ocrageümo (dies zum Theil 
durch eine in barbarischer Weise vorgenagelte Blechtafel einer Feuerversicherungs- 
anstalt verdeckt) qvavto inceptü eft lyoc op? ipfo bie gotlyarbi confeWovis. Der 
Chor hat ein Kreuzgewölbe von kehlproiilirten Rippen; an der Ostseite ein spitz- 
bogiges, jetzt innen rundbogig gemachtes Fenster, von zwei Spitzbögen auf kehl- 
proiilirtem Mittelpfosten untertheilt, aussen nur in den zwei Spitzbögen, die an 
dem Mittelpfosten ein Wappen (quergetheilten Schild) tragen, verstümmelt und 
verändert erhalten; an der Südseite ein hübsches Spitzbogen-Fenster mit zwei 
untertheilenden Kleeblatt-Bogen und herzförmigem Schluss. Im 1., auf einem 
Gesims folgenden Thurm-Obergeschoss sind an den drei freien Seiten früher spitz- 
bogige Fenster (so noch innen sichtbar) wohl im 18. Jahrhundert bis auf recht- 
eckige zugemauert und in den Leibungen damals erneuert (vielleicht auch damals 
überhaupt erst als Spitzbogen-Fenster hergestellt und noch später im Bogenfeld 
zugemauert). Der Triumphbogen vom Profil: L) ist spitzbogig. Das 10,7 m lange, 
7,5 m breite Langhaus hat an der Südseite zwischen Ost-Ecke und 1. Fenster eine 
rechteckige Blende. 1724 erfolgte eine umfangreiche Wiederherstellung der Kirche, 
weitere Reparaturen besonders 1803 und 1848. Das Langhaus, das im Innern 
durch Fussboden-Feuchtigkeit leidet, hat von daher ein Emporengeschoss und eine 
Flachdecke mit Leistentheilung; an jeder Langseite zwei rechteckige Fenster mit 
abgestuftem Profil. An der Westseite in der Mitte eine rechteckige Thür mit 
Gebälk und darüber Oberlicht, im Fries des Gebälkes die Inschrift: WIR STELLTEN 
EINST DIEs HAVS ALLEIN zV GOTTES EHR VND CrmIsTI SEINES sornvs ER-
        

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