Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Herzogthum Sachsen-Meiningen: Kreis Hildburghausen
Person:
Lehfeldt, Paul Voss, Georg
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2508208
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2511311
Eisfeld. 
HEUBACH. 
Krone in zwei Scheiben am Fenster der Westseite südlich vom Eingang, im Ober- 
bau. Die Scheiben der Oberbau-Fenster haben sämmtlich noch die Form des auf 
einer Spitze stehenden Sechsecks. Die Fenster selbst sind durchweg, ausser dem 
genannten, rechteckig (auch die des Thurm-Obergeschosses) und gewöhnlich; ebenso 
die Thüren, nur die Westthür an den Ecken verkröpft und in der Mitte mit einem 
vertretenden und überragenden Schlussstein versehen. Der Obertheil der Fronten 
ist an der West- und Süd-Seite beschiefert, ebenso die Sacristei aussen, der Chor 
und das auf ihm ruhende Thurm-Obergeschoss. Auf dieses folgt ein zurück- 
gesetztes, beschiefertes Geschoss und der Helm. I1n Innern haben die drei Theile 
der Kirche flache Holzdecken. Da die Decke des Langhauses höher als die des 
Chores (der Triumphbogen aber beseitigt) ist, so sieht man hier über der 
wagerechten Balkenlage die mit Bretterwerk verkleidete Wand des Thurn1-Ober- 
geschosses. Die Bretterdecken des Chores und Langhauses sind bei einer Restau- 
ration der Kirche 1889 mit grauen Tönen und einigen Ornamenten bemalt, die 
Emporen etwas farbig behandelt, die Wände geweisst.  A. B. in Gottschalck, 
Ritterburgen u. Bergschlösser, VIII (Engenstein), S. 245.  Brückner, S. 399. 400.  Diezel, 
Eisfeldische Stadthistorie, S. 134. 138.  Kraus, S. 360.  Voit, S. 268. 
Kanzel, 1889 von der Ostwand an den südlichen Triumphbogen-Pfeiler ver- 
setzt, aus der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts; auf einem hohen, mit gutem 
korinthischen Capitell geschnitzten Pfeiler und einem gebogen ausladenden Glied 
ruht sie, in sieben Seiten des Zehnecks gebildet. Holz, grau und weiss gestrichen. 
 Die Kanzel trat früher an einer Balustradenbrüstung der Ostseite vor, Welche auf 
Säulen mit korinthischen Capitellen ruhte. Ein solches Capitell, auf den Klingelbeutel- 
Kasten gesetzt, trägt eine schlecht gearbeitete Figur des Evangelisten Johannes von 
der alten Kanzel. Die dazu gehörigen Figuren Christi und des Evangelisten 
Matthäus werden in der Sacristei aufbewahrt. 
[Figürchen des heil. Wolfgang, von Silber, vergoldet, vorhanden 
Brückner, S. 399.  Kraus, S. 362.  Voit, S. 268.] 
Crucifix über der Kanzel, aus dem 18. Jahrhundert, mittelmässig; 
vorhanden 
gewesen. 
Holz. 
Weinkanne, mit: 1624 HANNS SCHNEIDER GASTJEEB. IN NVREN- 
BERG VND SEINE EHEWIRTHIN EHELENA VEREHREN DIESE ZVYO 
KANDEL IN DAS GOTSHAVS ZV HEIBACH ZVM EWIGEN GEDECHTNVS 
nebst Crucifix zwischen Bibelsprüchen gravirt, seidelörmig, hoch; Fuss und Deckel 
reich profilirt, ersterer mit eingeschlagenen Blättern und Rosetten geziert. Zinn. 
[Die 2. hier genannte Kanne nicht mehr vorhanden] 
Kanne, mit verschlungenem Monogramm: JPA  1778 auf dem Deckel. Zinn. 
Kelch, aus der Zeit u1n 1620, von zierlicher Form. Inschrift: HANS REIN- 
HARDT VON SCHEVSINGEN VEREHRT gravirt am runden Fuss; Knauf der 
F0r1n: 6 , mit getriebenen Kreisen oben und unten. Kupfer, vergoldet; 15 cm 
hoch. 
Kelch, ausser Gebrauch. Inschrift: HANS CASPAR SEITENSTRICKER 
1713 unter dem Sechspass-Fuss; vasenförmiger, sechskantigei" Knauf. Kupfer, ver- 
goldet; 21 cm hoch. 
2 Kelche, aus dem 18. Jahrhundert. Fuss bei beiden in sechs sehr flachen 
Pässen getrieben. Knauf vasenförlnig, sechskantig, bei dem grösseren Kelch von 
113
        

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