Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Herzogthum Sachsen-Meiningen: Kreis Hildburghausen
Person:
Lehfeldt, Paul Voss, Georg
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2508208
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2511303
HARRAS. 
HEUBACH. 
Eisfeld. 
besassen es die v. Hessberg, 1677 Born (v. Born) und Scherer, 1698 v. Born allein, 
seit 1705 v. Nimptsch.  Kammerrath Carl Sigismund v. Niniptsch erwirkte 1744 
von Herzog Ernst Friedrich die Vereinigung der vorgenannten und noch anderer 
Güter zu einem geschlossenen Rittergut, verkaufte es aber 1754 an Andr. Otto, 
Amtsvogt zu Massfeld. Nach dem Tode seines Enkels, des Hauptmanns Otto, 1789, 
erlangte dessen Schwiegervater, Hofcommissionsrath Blümchen zu Coburg, das Gut. 
welches nach seinem Tode 1829 der Landesherrschaft heimfiel und Kam mergut 
wurde. 1840 wurde dasselbe an die Gemeinde verkauft und aufgelöst. Zu dem 
Gut gehörte das obere Schloss, welches 1853 unbewohnt war, sowie das untere 
Schlösschen. Der einzige übrige Rest aus den alten Zeiten dieses stattlichen 
Complexes ist das mit der Schenkstätte oder Erbschenke der Heldrittschen Kemnate 
sicher identische] Gasthaus (Schlosswirthshaus) des Herrn Christian Fischer, 
wenigstens die aussen über der Eingangs-Thür vermauerte steinerne Tafel. An 
ihr die Wappen v. Heldritt und v. Rosenau nebst: W.C.V.H. (Wolf Christoph 
V. Heldritt) und:  dazwischen: DISE HOFSTATDARAVF. DIS WIRDS- 
HAVS STED. ll IST .VOR. C. IAREN  VON  DEM HOCHLOBLICHEN. [l CHVR- 
VND.FVRSTLICHEN .HAVS. SACHSEN MEINEN FVRFA- [l REN.VON.HELD- 
RIT .FVR. EINE  FREIE .ERB. SCHENCKSTAD  I] GENEDIG VERLIEN .WOR- 
DEN  VD  VON MIR  WOLF  CHRISTO(F). I] VON  HELDRIT  NEW  AVF. 
 Das freischwebende Wirthshausschild enthält 
auf der einen Seite einen Löwen, auf der anderen ein Einhorn (Jahreszahl: 1824). 
 Brückner, S. 308, mit Angabe des Baues des Gasthauses 1590.  Voit, S. 249. 
Heuhach, nördlich von Eisfeld; zum Heidbach, Haidbach, Heydebach, 1416 
Haybach, 1722 bis auf Kirche, Pfarre, Schule und einige Häuser abgebrannt.  
Brückner, Landesk. II, S. 399 ff.  Kraus, Eisfeld, S. 259 f.  Voit, Meiningen, S. 268. 
Kirche, einst Kapelle des heil. Wolfgang, bis 1647 Filial von Crock, dann 
zur selbständigen Pfarrkirche erhoben. Grundriss-Form: I3!  Der 5,8 111 lange 
und ebenso breite Chor stammt in seinen Mauern bis zum Fenster-Anfang an- 
scheinend von einem mittelalterlichen Bau, ebenso die Pfeiler des [oben fort- 
geschlagenen] Triumphbogens; auch entspricht diesem Anschein die ganze Anlage 
der Kirche. Es dürfte dies also wohl der Bau sein, welcher [an Stelle einer alten, 
oft zerstörten Kapelle] 1464 errichtet wurde. (Brückner nimmt an, dass jene 
Kapelle an anderer Stelle, mehr in der Tiefe stand.) Nach Verfall des Baues wurde 
die Kirche 1622-1625 erneuert (Jahreszahl: 1623 aussen über der Westthür und 
innen am 1. Eniporenpfeiler der Südseite). Wohl von daher das 15 m lange, 9,4 m 
breite Langhails, das nur unten von Stein, oben von Fachwerk ist, und dessen 
Rundbogen-Thür an der Ostseite, sowie" das Spitzbogen-Fenster in der Mitte der 
Nordseite (oder dies von einem älteren Bau?) Die Erhöhung des Langhauses und 
Restauration der Kirche erfolgten 1750-1756; erstere Jahreszahl findet sich aussen 
an zwei Fenstern des Oberbaues, letztere. eingeschliffen nebst: J GB unter einer
        

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