Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Herzogthum Sachsen-Meiningen: Kreis Hildburghausen
Person:
Lehfeldt, Paul Voss, Georg
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2508208
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2510588
STRESSENHAUSEN. 
Hildburghausen. 
wirkt. Das Fenster ist rechtwinklig proiilirt. Rechts und links von diesem Mittel- 
portal sind oben elliptische Fenster angeordnet, weiterhin rechts und links in der 
mittleren Höhe der Front grosse rechteckige. S0 ist die Front symmetrisch 
gestaltet. Das rechte (westliche) dieser Fenster hat in der Leibung des Sturzes 
die erwähnten Wappen, das linke einen Engelskopf. An der Nordseite sind drei 
rechteckige Fenster ebenso profilirt und mit Engelsköpfen in der Leibung des 
Sturzes verziert, der des rechten und linken Fensters noch von kräftig gemeisselten 
Früchten bezw. Ranken eingefasst; am Sturz des letzteren Fensters: F. G. (Faltin 
Grübel). Zwischen den rechteckigen Fenstern zwei elliptische, wie an der Südseite. 
An der Westseite befindet sich unten eine rechteckige Thür mit Ohren, darüber 
eine breit-rechteckige Tafel mit dem Spruch aus 4. Mos. 24, 5: Wie fein sind 
deine Hütten etc., darüber ein rechteckiges Fenster mit Ohren zwischen zwei 
elliptischen Fenstern. In dem durch ein Gesims getrennten Giebel-Dreieck noch 
einige einfache Rechteck-Fenster. Ein ebensolches an der Nordseite der Sacristei, 
die jetzt mit einem Ziegeldach gedeckt ist. Auf dem älteren Thurmtheil folgt über 
einem Gesims ein beschiefertes Achteck-Geschoss mit Rundbogen-Fenstern und um 
sie herumgeführtem: _f'1  Gesims an den geraden Seiten; darauf eine grosse 
nicht geschweifte Kuppel. Im Innern hat das Langhaus eine durch Leisten und 
Umrahmungen in Felder getheilte Decke, welche jetzt nach dem Muster der antiken 
Cassettendecke blau mit goldenen Sternen bemalt ist. Zwei Emporengeschosse mit 
vertäfelten Brüstungen ruhen auf korinthischen Pfosten mit vergoldeten Capitellen 
(diese aus dem 19. Jahrhundert), zwischen welche noch Bögen von der Form: F3, 
doch mit langgestrecktem Mittelstück, gelegt sind, die auf schmalen Pfeilerstreifen 
(ohne Capitelle) anfangen. Das 1. Emporengeschoss läuft auch an der Westseite 
entlang, hier mit offener Balustradenbrüstung und nach Westen rund eingebogen. 
Hinter dieser der Orgelbau, aus dem 19. Jahrhundert, mit Schnitzereien und 
blasenden Engeln. Die Kirche wurde, wie eine Tafel an der Langhaus-Ostwand 
über der Kanzel besagt, 1870 ausgemalt. Der Triumphbogen ist 1890 an der Fläche 
mit naturalistischen Weinblättern und Trauben bemalt, unten durch gut geschnitzte 
Chorschranken aus dem 18. Jahrhundert abgeschlossen. Zwei durchbrochen 
mit einem Engelskopf zwischen Akanthusranken und gebrochenen Bandwerken 
geschnitzte Thüren haben Rahmen, deren Seiten-Einfassungen mit Blumen- 
gehangen geziert sind; an den Ecken zum Triumphbogen hin werden die Thüren 
von Pilastern eingefasst, auf welchen kleine, classisch gewandete und geflügelte 
Engel sitzen. In der Mitte der Schranken tritt zwischen ebensolchen, doch 
ohne Engel gebildeten Pilastern eine Lesekanzel im Grundriss: 1,4 vor, 
welche an der Vorderseite durch einige gebrochene Bänder mit Kelchen und einen 
Engelskopf geziert ist; darauf das von einem Engels-Oberkörper gestützte Lesepult. 
Holz, in den Farben weiss mit Hellblau und etwas Gold, die Engel noch mit 
einigen zarten Tönen.  Briickner, S. 314.  Krauss.  Voit, S. 251. 
{Kanzel am südlichen Triumphbogen-Pfeiler, aus dem 17. Jahrhundert (vgl. 
die Kanzel zu Pfersdorf u.  Eine starke Mittelsäule auf achteckigem Sockel 
und ebensolcher Basis, am Schaft mit Weinreben und Trauben verziert, trägt über 
einem runden Akanthus-Capitell die Kanzel, vom Grundriss!  An ihren Flächen 
sind Rundbogen-Blenden flach vertieft, an den ausscrhalb der Bögen entstehenden 
Zwickelflächen Rosetten. Oberhalb und unterhalb der Blenden Friese von Kreis-
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.