Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Herzogthum Sachsen-Meiningen: Kreis Hildburghausen
Person:
Lehfeldt, Paul Voss, Georg
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2508208
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2510472
79 Hildburghausen. LEIMRIETH. MASSENHAIISEN. 
Kanzel am südlichen Triumphbogen-Pfeiler, aus dem Ende des 16. Jahr- 
hunderts, der zu Pfersdorf (s. d.) ähnlich. Auf einem Würfelsockel eine Säule 
(kürzer als die zu Pfersdorf) mit einem dem dorischen ähnlichen Eierstab-Capitell 
und ein Vermittelungsglied vom Umriss: i , welches im unteren Stück mit 
einer Art Consolchen-(Zal1nschnitt-) Fries, im oberen Stück mit einer Art ver- 
einfachten Beschlag-Musters verziert ist. Darauf ruht die Kanzel, vom Grund- 
riss: kJ, mit Rundbogen-Feldern (darin die Evangelisten 1874 gemalt). Stein. 
Taufstein. Inschrift: ANDREAS LAVDENSACK PFARR WILHELM SEY- 
FRID SCHVLTHEIS LEONHARD WACHENSCHWANTZ CAST.MEIST. (Kasten- 
meister) um den oberen, geraden Theil des Beckens. Der Stein ist achteckig; 
Sandstein, weiss gestrichen, die Engelsköpfe vergoldet. 
Vortragekreuz, aus dem 18. Jahrhundert. Die Stange im oberen Theil 
mit Lorbeerblättern geschnitzt, darüber durchbrochen mit Ornamenten geschnitzte 
Kugel, darüber Akanthusblätter als Umfassung eines consolartigen Gliedes, auf dem 
das Crucifix in einer grossen geschnitzten Strahlensonne steht. Holz, mit Farben 
und Vergoldung, von derber Ausführung. 
Kelch, vom Anfang des 16. Jahrhunderts, kräftig, von breiter Form. Sechs- 
pass-Fuss mit gravirtem Kreuz auf einem Passfeld. Am Knauf Blätter: O, 
durch Kehlen getrennt von schwach vertretenden, hochkantig gestellten, breiten N 
Würfeln, daran: IHESVS. Am eckigen Schaft in schönen Schriftzügen über bezw. 
unter dem Knauf: CRISTV bezw.: MARIA 4-. Kuppe etwas geschweift. Silber, 
vergoldet; 18 cm hoch.  
Kelch. Jahreszahl: 1792 gravirt am mehrfach gegliederten Sechspass-Fuss, 
der durch eine Perlreihe vom oberen Theil (Anlauf) getrennt ist. Messing, 
221f2 cm hoch. 
Altardecke. Auf rothem Tuch undeutlich in Silber gestickt: ELbKi  
hDGZEG  1762. 
2 Glocken. 1) 1886 von Gebr. Ulrich. Inschrift: Mein elwner Mund thut 
Stund für Stund Dein Lob Herr Jesus Christa, kund.  2) 1866: Mit Gott fang 
an, mit Gott hör auf, das ist der schönste Lebenslauf. 
Massenhausen, 10,3 km südsüdöstlich von Hildburghausen; 1195 Massen- 
lluqin, 1317 Massenhusyn, 1340 Massenhusen, zu ahd. P. U. Mago, F. U. Mass. 
lßlttergut, Stammsitz des seit 1195-1317 hier vorkommenden, gleichnamigen 
Adelsgeschlechtes, später der Herren v. Hessberg, dann nach mehrfachem Besitz- 
wechsel an die Familien Jacobi und Otto, dann an erstere allein. Nichts Aelteres 
erhalten-l  Brückner, Landesk. II, S. 317.  Jacob, Ortsnamen, S. 79. 
        

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