Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Herzogthum Sachsen-Meiningen: Kreis Meiningen: Amtsgerichtsbezirke Salzungen und Wasungen
Person:
Voss, Georg Lehfeldt, Paul
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2503588
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2505432
Salzungen. 
ALTENSTEIN. 
BAIRODA. 
Herzog Bernhard II. von Sachsen-Meiningen errichten liess zum Andenken an die 
hier erfolgte Gefangennahme Luthers durch die Vertrauten des Kurfürsten Friedrich. 
Auf seiner Rückkehr vom Wormser Reichstag machte der kühne Augustiner- 
mönch von Eisenach aus, wo er am  Mai die Kanzel bestiegen hatte, um in 
öffentlichem Protest seine Lehre zu vertheidigen, einen Abstecher über den Wald 
nach Möhra, wo seine Sippe viel verbreitet wohnte. Am Nachmittag brach er 
von hier auf. Ein Wagen sollte ihn über Gumpelstadt, Schweina, Steinbach, 
Schwarzhausen nach Waltershausen bringen. Das Sehweinaer Kirchenbuch ver- 
merkt über die nun ins Werk gesetzte Entführung; Luthers (von späterer 
Hand) Folgendes: A0. 1521 Sonnabend nach Gzzwntazte, den 4. Mai, vuzchmittrqqs 
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Martin Luther allkier durchgcfähreßi, 4111 
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Schlosshauptmann auf der Wartburg, ("In      {(11111  
lllld  Hzuzd U. Altenstein, die Steinbank im Park zu Altenstein. 
im Auftrage des Kurfürsten und mit 
Einverständniss Luthers diesen, der in des Reiches Acht erklärt worden war, nach 
dem festen Landgrafenschloss in Sicherheit brachten, 
Die neben dem Denkmal sich erhebende "Lutherbuche", an der im Juni 1830 
unter grosser Theilnahme der von fern und nah herbeigeströniten Lutherverehrer 
das dritte Jahrhundertfest der Uebergabe der Augsburgischen Confession gefeiert 
wurde, ist bei einem Gewittersturm am 18. Juli 1841 zerborsten. 
Litteratur: Burkhardt, Luther in Möhra, Archiv f. sächs. Geschichte (1889), S. 330.  
Germann, Forster Nachtxn, S. 25.  Röhrig, Möhra (1871), S. 28.  Rüekert, Altenstein, 
S. 394. L_ H_ 
Das im Jahre 1857 errichtete Denkmal hat die Form eines vierkantigen 
Pfeilers, dessen Seiten von Wimpergen bekrönt sind. Darüber erhebt sich eine 
zierliche, gothische Fiale mit Pyramidenspitze und Kreuzblume. Die Säule steht 
auf einem Unterbau von drei Stufen. (Lithographie von Schmidt von Lübeck.) 
Bairoda, Dorf mit 143 Einwohnern, 1 km südöstlich von Liebenstein, an der 
Farnbach. Der Ort wird durch den Abfluss des Goldborns in einen grösseren, 
meiningischen Theil am rechten Ufer (Grossmzdorf; Grossevzhof) und einen kleineren, 
jetzt preussischen Theil auf der linken Seite geschieden. Eine grosse, alte Linde 
kennzeichnet in der Mitte des Dorfes die Landesgrenze. Der grössere Gutshof 
war ursprünglich Eigenthum des Klosters Frauenbreitungen und wurde von diesem 
1516 gegen Erbzinsen an G. Rossbrwlz verkauft (Schöttgen und Kreyssig, Diplom.
        

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