Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Herzogthum Sachsen-Meiningen: Kreis Meiningen: Amtsgerichtsbezirke Salzungen und Wasungen
Person:
Voss, Georg Lehfeldt, Paul
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2503588
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2508122
WALLBACI-I. 
ZWICK. 
Wasungen. 
7 cm. Zimmerhöhe 2,18 m.  Der Ofen von 1747. Die Zahl steht auf dem irdenen 
Untersatz. Darauf ein Eisentheil mit heraldischen Emblemen. Darauf ein Kachel- 
aufbau, in den Kacheln Vögel zwischen Blumen und eine Cartouche des späten 
Barockstils.  Bauerntisch mit geschweiften Füssen.  Ofenbank. Das Zimmer 
ist neuerdings abgebrochen. Die Vertafelung und der Ofen sind in das Henne- 
bergische Museum zu Meiuingen gekommen, wo sie bei der Anlage der Bauern- 
stube Verwendung gefunden haben. 
Nr. 14. Holzfachwerk mit Laubsagearbeit an der Fensterumrahmung. Jahres- 
zahl 1800 an dem nicht geschnitzten Eckpfosten. 
Nr. 22 ähnlich, sehr bescheiden, ähnlich Nr. 28. 
Nr. 23, wagerecht getheilte Hausthür mit sternförmigen Füllungen (neuer- 
dings übermalt). 
Nr. 5, mit bemalten Fensterläden, auf denen die vier Jahreszeiten und Blumen- 
vasen im Stil der Zeit um 1800 gemalt sind. 
Nr. 15. Ofen mit eisernem Unterbau, daran zweimal auf einer sehr grossen 
Platte das Jüngste Gericht in sehr figurenreicher Darstellung. Um 1600. Mit der 
Inschrift: Christus rächt über {Jös und gutt: Hüt dich vor der hellen Glatt. Die 
dritte Platte stellt eine ritterliche Scene mit Renaissancearchitektur dar.  Hand- 
tuch mit Stickerei von 1788. 
Schule 
mit 
kleinem 
Wappenstein, 
der 
Zahl 
17.93 
trägt. 
Zwick, Einzelhauser- an der Einmündung der Schmalkalde in die Werra, zu 
Niederschmalkalden gehörig. 
Der Name deutet oifenbar auf die hier stattfindende Verzweigung der Strassen- 
züge, von denen der eine im Thal der Schmalkalde aufwärts nach 'l'ambach, der 
andere im Werrathal sich fortsetzt. Die hier dem Wandersmann und dem F uhr- 
herrn winkende Wirthschaft "Zum freien Ritter" blickt jedenfalls auf ein beträcht- 
liches Alter zurück. Der ehemalige in unmittelbarer Nahe gelegene Eisenhammer 
("Warthammer") war unter der Regierung Georg Ernsts von Henneberg erbaut 
durch die Schmalkalder Bürger Hans Beclc und Johann Weitx. Von ihnen 
wurde der Hammer an Ulrich Hanss und Heinrich Hess zu Wernshausen verkauft. 
Weitere Besitzer waren Paul Warmberger zu Schmalkalden und Ortlof Wolf zur 
Todenwarth, beliehen 1612. Nachdem das Werk noch mehrmals den Besitzer ge- 
wechselt, gelangte es Anfang des 18. Jahrhunderts an den weimarischen Land- 
kammerrath v. Fischern zu Liebenstein. 1802 von Herzog Georg I. um 3000 Laub- 
thaler, 1834 von Herrn e. Weiss erkauft und zu einer Wollspinnerei umgewandelt. 
Die Fabrik ist jetzt Actiengesellschaft. 
Litteratur: Brückner, Landeskunde II, S. 88.  Heim, Chronik II, 23. L_ H_ 
Sächs. l-lofbuchdruckarai von H. 
Pohle in Jena.
        

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