Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Herzogthum Sachsen-Meiningen: Kreis Meiningen: Amtsgerichtsbezirke Salzungen und Wasungen
Person:
Voss, Georg Lehfeldt, Paul
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2503588
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2507679
W asungen. 
OEPFERSHA USEN, 
Kirche. 
Litteratur: Bergner, Die Glocken des Herzogthums, Meininger Geschichtsverein, Heft 33, 
S. 15. 30.  Brückner, Landeskunde 11,5. 98.  Brückn er, Pfarrbuch, 474-487.  Butzert- 
Heim, Die Leiden der Grafschaft Henneberg, S. 54.  Emmrichs Archiv I, S. 179-182.  
W. Germann , Aus den Hennelm-Schleus. Visitationsakten von 1555, N. Beitr. XII, S. 61.  
Heim, Chronik (1767) I, S. 112.  C. F. Maas er, Zur Geschichte der Burg Oepfershausen, 
Beitr. des Hennebergischen Alterthumsforschenden Vereins lV (1842), S. 95-120. L_ H_ 
Die Kirche, auf einer der höchsten Stellen des Dorfes gelegen, hat ihre 
jetzige Gestalt im Jahre 1718 erhalten. Die Jahreszahl steht auf der Wetterfahne. 
Von der Kirche, welche zuvor an dieser Stelle gestanden hat, stammen die unten 
genannten Grabsteine, der Taufstein von 1567 (Abbildung auf dieser Seite) 
und wahrscheinlich auch die Kanzel. Als Rest eines älteren Bauwerkes könnte 
auch der stark verwitterte bartige Kopf aussen an der Südostecke des Thurmes 
erscheinen (Abbildung S. 227). Doch die Ge- 
sichtszüge sind zum Theil so entstellt, dass Ktigfnvfßrcwn t l 
eine sichere Datirung ausgeschlossen ist.   
Derartige aussen am Kirchthurm eingemauerte   ill W  I,  1  
Köpfe sind in dieser Gegend noch in einigen {I1 jüst-tlirifäsjiiihi  Nutzt, I.   
anderen Dörfern erhalten, so namentlich in       
Oberrnassfeld, Ritschenhausen, Herpf und       
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Walldorf. Es 1st wohl moglrch, dass man , 
auch noch 1m Jahre 1718 bei dem Bau der l täiaqttililßil) ,  
Kirche in Oepfershausen dieser Sitte gefolgt 1 f  l  w;  
ist. Bei der Bevölkerung des Dorfes gilt der f w, txl    
Kopf als Ohristuskopf. Die Männer ent- w, R giilnß: b I, 
blössen das Haupt, wenn sie an dieser Stelle " f, 1. H i,   f,    W 
vorübergehen. Z2, ÄAJM ; "II. ff   
Das Aeussere der Kirche ist sehr  llfiiiiipli  "l   WM" 
schlicht. Die langen, schmalen, rechteckigen 111i I,  
Fenster des Hauptraumes und des Chores  Ilzßajti    
lassen auf gleichzeitige Ausführung im Jahre    
1712 schliessen. Der T h urm steht an der      "y"  
Ostseite über dem Chorraum, der in der Form Taufen aus dem Jahre 1567 
eines halben Achtecks geschlossen ist. Der in der Kirche zu Oepfershausen. 
Thurm ist viereckig, darauf steht eine 
fast kugelförmige Schweifkuppel, die von einer Laterne mit Schweifkuppel be- 
krönt wird. 
Das Innere. Der Hauptraum ist an drei Seiten mit zweigeschossigen, 
schlichten Emporen ohne Kunstformen umgeben. Die Decke ist horizontal. Vier 
Stufen führen zu dem Chorraum empor, der durch einen runden Triumph b ogen 
geöffnet ist. Der Chor hat eine flache Holzdecke. Die Orgelempore mit einem 
Brüstungsgeländer aus geschweiften vierkantigen Ballustern ist in den Chor ein- 
gebaut. Die Formen deuten auf das 18. Jahrhundert. 
Taufstein aus dem Jahre 1567. Der untere Theil des quadratischen Fusses 
steckt im Fussboden. Der Schaft ist achteckig, ohne Ornamente. An dem acht- 
eckigen Beckenstein steht an der Seite die Inschrift: 1567 RAPHAEL AVROCHS. 
Auf der oberen Fläche: HEINRICH FREUND PFARHER (Abbild. auf dieser Seite). 
15'?
        

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