Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Herzogthum Sachsen-Meiningen: Kreis Meiningen: Amtsgerichtsbezirke Salzungen und Wasungen
Person:
Voss, Georg Lehfeldt, Paul
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2503588
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2506008
MARIENTHA] 
MEIMERS. Salzungen. 88 
schönen jungen ;'Frau (Erbprinzessin Feodora) 
mich, da ich bequem und scheu zugleich bin, 
brachte." 
haben mich begeistert, obwohl es für 
immerhin einige Anstrengung mit sich 
Pfeiler am Hofthor des Hauses Nr. 84 mit der Jahreszahl: 1800 und 
flachen Reliefs, welche Blüthenstengel darstellen (Abbildung S. 87). Ganz ähnliche 
Pfeiler iinden sich in den benachbarten Dörfern Schweine, Gumpelstadt und Möhra. 
Fröbßlllßllkmilhim lilarienthalei" Wäldchen bei Liebenstein. Der ein- 
fache Aufbau aus einem Würfel, einem Säulenabsehnitt und einer Kugel erinnert 
an Bestandtheile aus dem Baukasten des grossen Kinderfreundes. An dem runden 
Säulenstück Steht die Inschrift: Kommt, lasst ims zonsern Kindern leben. 
Marienthal, Schloss und Domänengut mit 75 Einwohnern, am linken Ufer 
der Schweina, 9 km östlich von Salzungen. 
Der gegenwärtige Name wurde erst 1833 zu Ehren der Herzogin Marie 
geprägt, während er früher „Wenigenschweina" (lateinisch llfinus schweina 1330, 
später Wengensweyna, mundartlich jetzt Wivzgeschavciw) lautete. Ehedem f ranken- 
steinisch, wurde der Weiler 13330 an Henneberg abgetreten und von Graf 
Berthold an die Ritter Günther und Heiztrich v. Bredtunlqevz verliehen. 1361 folgten 
den Breitungen die z". Rumrodi (Henneb. Urk. V, 145), 1493 Werther v. Reckrozlt, 1552 
die v. Wechman Der berühmte Reitergeneral Anton v. Wechrmar, unter Friedrich 
dem Grossen Chef des braunen Husarenregiments, ist hier geboren und in Salzungen 
erzogen worden. 1716 gelangte die eine Hälfte, 1726 die andere an den Geheim- 
rath Oberamtmann Fr. Alb. v. Fischern, von dessen Nachkommen 1833 die Landes- 
herrschaft Marienthal erkaufte.  Herzog Bernhard II. räumte das 1808 vom 
Forstmeister F. L. v. Fischern neu erbaute Schloss, welches von hübschen Gärten 
und Anlagen umgeben ist, 1851 dem Pädagogen Fr. Fröbel ein, der daselbst eine 
Erziehungsanstalt einrichtete. Nach seinem Tode (1852)  er liegt auf dem 
Schweinaer Friedhof begraben  ging Schloss Marienthal in Privatbesitz über, und 
die Grundstücke wurden in Einzelpacht gegeben. 
Litteratur: Briickner, Landesk. II, S. 59.  Heim, Chronik II, 348.  Regel, Ent- 
wicklung, S. 71. L. H. 
Nleimers, Dörfchen mit 259 Einwohnern an der Grumbach, 8 km ostsüdöstlieh 
von Salzungen, nach Breitungen eingepfarrt. Es zerfällt in vier Güter: Ohm-- 
wzeiwzer's, Freihof Meimers mit dem Gehölz Maienstrauck (d. i. „Birkenh01z"), Gut 
Meimers und drei Höfe in der Oberfarmlßach. 
Aus frankensteinischem Besitz in den hennebergischen übergegangen, wurde 
der "Hof zum Evinbrcchts" 1501 von Graf Wilhelm an Dietrich v. Hörselgazn ver- 
lehnt. Seitdem wechselten die Besitzer häufig.  
Litteratur: Brückner, Landesk. II, S. 31, 36.  Heim, Chronik I, 393. L. H.
        

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