Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Herzogthum Sachsen-Meiningen: Kreis Meiningen: Amtsgerichtsbezirk Meiningen
Person:
Voss, Georg Lehfeldt, Paul
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2495280
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2503365
570 
WALLDQRF, 
ärnagoge. 
Meiningen. 
570 
(H. Bergner. Die Glocken des Herzogthums Sachsen-Meiningen, S. 42.  Albert Motz, Die 
Kirche von Walldorf, S. M. Kirchenblatt, 1908, S. 22.) 
Die Kirche ist im Jahre 1906 unter der Oberleitung von E. Fritze restau- 
rirt  Bei diesen Arbeiten ist der Fussboden 20 cm tiefer gelegt. 
Litteratur: Briickn er, Pfarrbuch. S. 375 ff.  E. Fritze, Dorfbilder, S. 24-35, mit Ab- 
bildungen.  Albert Motz, Die Kirche von Walldorf, S. M. Kirchenblatt, 1908.  Theodor 
N on n e, Die Waildorfer Kirche, Dorfzeitung vom 4. November 1906, mit Ansicht.  G. Voss, Kirchen- 
burgen im Werrathal, Thüringer Kalender 1908.  E. J. Walch, Bernhard Marschalk von Ost- 
heim im Meining. Taschenbuch, 1804, bes. S. 104. 
Synagoge, ehemals Scheune mit altem Keller des v. Marschalkschen 
Gutes. Ein Stein mit dem Wappen der Familie v. Marschalk und die Jahreszahl 
1593 befindet sich über der rundbogigen Kellerthür. Er ist auf dieser Seite ab- 
gebildet. Der Umbau der Scheune zur Synagoge fand im Jahre 1789 statt.  
Den Platz zur Synagoge überliess der Juden- 
  schaft Oberforstmeister Chr. E. Freiherr 
f-   l-     ' I, Q   "j, Marschalk v. Ostheim; die (ienehmigung zum 
 1_  "     Bau ertheilten: Dietrich Christian Ernst Frei- 
 I-SJJfZFTAL  f"  4' herr Marschalk v. Ostheim, Engen Georg 
 f,    August Freiherr v. Bibra, A. L. Freiherr 
"       v. Diemar 1789. Es ist ein kunstloser Fach- 
Wappen der Marschalk von Ostheim Werkbau. Reicher ausgestattet ist nur die 
am Keller "Im" d" Syllagoge z" Waudorf- heilige Lade, ein Aufbau ähnlich manchen 
christlichen Altären aus dem Ende des 
18. Jahrhunderts. In der Mitte steht der Schrein für die Thora-Rollen. Dieser 
Schrein ist an beiden Seiten eingefasst von 2 Säulen mit Compositcapitellen und 
2 Pilastern, welche ein Gesims tragen. Dieses wird bekrönt von 2 Adlern, welche 
die Gesetzestafeln halten. Daneben stehen 2 Blumenvasen aus Stuck. 
Der grosse Hauptleuchter für acht Kerzen stammt aus der Zeit um 1789. 
Die acht Kerzen sind bestimmt für die acht Tage des Chanukafestes (des Tempel- 
weihe-Festes).  2 hohe Messingleuchter aus demJahre 1845. 
Silbernes Schild von einer alten Thorarolle. Darauf sind in flachem Relief 
korinthische Säulen und Palmenzweige dargestellt. 
Alte Schofar-Hörner, das sind Blashörner aus Widderhörnern, welche in 
heissen Dämpfen breit gedrückt sind. Diese Hörner werden an den Feiertagen 
geblasen. 
3 aus Blech getriebene Kronleuchter aus der Zeit um 1789 hängen auf 
der Frauenempore. 
Beim ersten Vorsteher der jüdischen Gemeinde, Herrn Elsbach, werden 
einige alte Geräthe der Synagoge aufbewahrt: 2 silberne Glockenaufsätze 
für Thorarollen aus dem Ende des 18. Jahrhunderts, mit Reliefs, ähnlich wie an 
dem silbernen Thoraschild in der Synagoge.  Alte Decken und Behänge, Gewebe 
des 18." Jahrhunderts, zum Theil gute Goldbrokatseide, auch ein Behang aus farbig 
bedrucktem Velvet.  Im Privatbesitz des Herrn Elsbach 2 silberne Becher 
des 18. Jahrhunderts. Ferner eine Schatulle, auf welcher kämpfende Hirsche in 
vor Ausführung der Restaurirung. 
Unsere Beschreibung der Kirche schildert den Zustand
        

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