Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Herzogthum Sachsen-Meiningen: Kreis Meiningen: Amtsgerichtsbezirk Meiningen
Person:
Voss, Georg Lehfeldt, Paul
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2495280
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2503341
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W ALLDORF, 
K irch e. 
Meiningen. 
568 
DlE EDELE VND VlEL TVGENDSAME ITRAXVE CHRISTINA PRIGEDA 
MARSOHALGKIN GEBORNE VON BVCHENAW IHRES ALTERS   (Licht- 
druck nach S. 560.) 
3) Franz Friedrich Marschalk v. Ostheim, T 1744. Die Halbügur 
des Verstorbenen ist in kleinem Maassstabe inmitten von Ornamenten des Barock- 
und Roccocostils dargestellt. Ueber seinem Haupte halten zwei Engel eine Krone. 
Die Bekrönung des Steins bildet der Wappenschild der Familie von Marschalk. 
Die Inschrift lautet: 
Hier hast Du halbverwaystes Walldorf den Schatten desjenigen, der sich in 
seiner zartesten Jugend dem Kayser- und Reich in dreyen Campagnen verdient und 
jedermann beliebt gemacht. Den welcher hundert J. nach Hr. Agtadthalter Bernhard 
Marschall von Ostheim das aelteste Stammhauß derer Marsch. von Osth. in Wall- 
dorff zum ersten male wieder besessen den aeltesten Sohn aus der lllarseh. Osth. 
Lettendorjfe. Marisfld Linie den Reiehsfrey hoehwohlgeb. He. He. Frantz Friedrich 
Marsehallch von Ostheim der Filrstl. Grafseht. Henneb. Erb. Marschal u. des 
Hochadel. Fräulein Stift u. des allhiesig Hospitals Patronum welcher sich in 
Vertheidig. seiner Gereehtsam. allezeit eyferig erwiesen und nachdem er rom 8. Mai 
1688 bis d. 24 Juli 1744 vor das beste seiner Familie und des Orths Walldorf 
treulieh gewachet in der von ihm noch bei seinem Leben verordneten und nach 
seinem Tod zustand gebrachten Gruft d. 5. August 1744 beigesetzel in seines Hr. 
Bruders Kindern aber aufs neue lebet. 
 Gieb jedem Bekommst du 
hier das seine dort das Deine. 
Der 
Grabstein 
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auf S. 567 
abgebildet. 
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4) Auf dem Friedhof, an die Mauer gelehnt, Grabstein der Freifrau Chr. Fel. 
v. Wolf skehl, mit Wappenschildchen und folgender Inschrift: 
Bey ihrem seel. Eheliebsten 
schläßel außh 
die Reichsfrei Hochwolgeborne Frau 
Fr. Christina Felicitans Wolfskeelin 
 von Rerlchenberq- Waldorjf 
S0 geboren 1651 d. 4. Juli 
sellglich entschlayjfen [nicht ausgefüllt] 
ihres Alters [nicht ausgefüllt] 
Jesus wolle diese gebeine 
bewahren. 
Die Gruft der Familie v. Marschalk an der Südseite der Kirche. Bis 
Ende des 18. Jahrhunderts sind Mitglieder der Familie hier bestattet worden. 
 Die Gruft der Herren v. Wolfskehl und die Gruft der Herren v. Diemar 
sind zugeschüttet, letztere bei der Restaurirung der Kirche im Jahre 1906. „Die 
Särge in dieser Gruft waren zerfallen. Nur Metallplättchen, auf denen die 
Namen der hier Ruhenden stehen, mit den Wappen ihrer Familie versehen, ein 
verrosteter Schmuckdegen nebst einigen alten Sergsehlössern wurden gefunden" 
(Theodor Nonne, Dorfzeitung vom 4. November 1906).
        

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