Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Herzogthum Sachsen-Meiningen: Kreis Meiningen: Amtsgerichtsbezirk Meiningen
Person:
Voss, Georg Lehfeldt, Paul
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2495280
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2503192
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Meiningen. 
VACHDORF. 
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Gutes geschnitztes Holzfachwerk befindet sich an dem Hause Nr. 4. Be- 
merkenswerth sind die Eckpfosten: im Erdgeschoss mit einer schraubenförmigen 
Ecksaule, darüber ein kleiner geschnitzter Kopf, schwarz LAN 
bemalt mit weissen Augen. In den Eckpfosten des Ober-  
geschosses ist eine dorische Säule eingeschnitzt. Unter ihr "-531- 
zwei Gesichtsmasken. Ueber dem Capitell ein Kopf, der   
eine Kugel trägt. Beide Eckpfosten sind auf dieser Seite rc  
abgebildet. Im Keller des Hauses steht an einem rund über- k   
wölbten Thorbogen die Jahreszahl 1584.   l 
Eine gut geschnitzte Ecksäule ist an dem mit Putz  in 
beworfenen Giebel des Hauses Nr. 119 sichtbar. Auch  
das übrige Holzfachwerk ist nach Angabe von älteren Be- i  
wohnern des Ortes geschnitzt, doch in neuerer Zeit mit Putz a  
bedeckt. ä "Iimäär. 
Geschnitzter Eckpfosten mit einer Gesichtsmaske, welche V l 7'. 
das Capitell einer merkwürdig primitiv geschnitzten Eck- ll lt   
saule bildet, an dem Hause Nr. 49. (Abbildung auf  
s. 552.) 7T"; 
Zahnschnitt und etwas Schnitzerei am Hanse Nr. 75.  
Das Holzwerk ist von einer aussergewöhnlichen Starke, v"  
17. Jahrhundert. Abgebildet in den Aufnahmen altbauer- H]  
licher Gehöfte aus vormals hennebergischen Bezirken, m  
Blatt 4. .631 .7 
Rundbogig geschnitzte Hansthür mit der Jahreszahl 1707  Q3 au; 
am Hause N r. 42. Abgebildet in den Aufnahmen altbäuer-    
licher Gehöfte, Blatt 4.   l" 
Zwei aus Stein gemeisselte Sitzconsole, welche von einer    
alten Hausthür stammen, sind in die Hofmauer des Hauses   
Nr. 8 eingemauert.  (G 
Die Kaiserlinde, gepflanzt 1871, ist bemerkenswerth   
wegen der Art, wie hier durch Verschneiden der Zweige ein   
wagerechtes Laubdach erzielt wird (also ganz ähnlich wie Gas h QM ' kf t 
an einigen der ältesten Dorflindender Gegend, z. B. an der am  k, fifääcflx: 
Dorflinde in Obermassfeld). dort 1m kener, die 
Das Dorf soll ehemals mit einem Wall und einem Jahreszahl 1584 
 Graben umgeben gewesen sein, welcher mit Wasser gefüllt werden konnte 
(Brückner, Landeskunde II, S. 172). 
Litteratur: Eduard Fritze, Dorfbilder, S. 7. '21 und 91, mit Abbildungen.
        

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