Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Herzogthum Sachsen-Meiningen: Kreis Meiningen: Amtsgerichtsbezirk Meiningen
Person:
Voss, Georg Lehfeldt, Paul
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2495280
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2502776
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Meiningen. 
SÜLZFELD, 
Kirche. 
55 
gemeisselt. Der Treppenthurm wird von einer wälschen Haube bekrönt.  An der 
Westmauer des Hauptthurmes ist noch die Spur des ursprünglichen Kirchendaches 
sichtbar. 
Das Innere der Kirche war ursprünglich mit zahlreichen geschnitzten 
Figuren ausgestattet, welche der Bildhauer des Südportals, Heinrich Dörer, 
gearbeitet hatte. An den "Stöcken" der unteren Empore (nach den Kirchenacten; 
gemeint sind wahrscheinlich die Pfeiler der Brüstung) befanden sich die Figuren des 
Heilands, der zwölf Jünger, des Apostels Paulus und Luthers; an den "Stöcken" der 
oberen Empore fünfzehn Engel. Die ehemalige O rgel auf dem Chor in der Altarhalle 
war 1688 von dem Orgelbauer J. Heinrich Wedemann gebaut. In den Jahren 
1785-87 wurde die Kirche von dem herzoglichen Hofmaler Christian Valentin 
Merkel in Meiningen ausgemalt.  Die jetzige Ausstattung des Innern stammt 
aus den Jahren 1858-1861. Der Hauptranm der Kirche ist ein rechteckiger 
Saal mit flacher Holzdecke. Zweigeschossige Emporen beiinden sich an der 
Nord- und Südseite. Der Chorbogen an der Ostseite ist spitzbogig und an beiden 
Seiten mit einem starken Rundstab verziert. Der Altarraum hinter dem Chorbogen 
liegt im unteren Geschoss des Thurmes. Der quadratische Raum ist mit einem 
gothisirenden Sterngewölbe bedeckt, das wahrscheinlich dem Neubau angehört. 
Die Sacristei stammt aus der Zeit des ursprünglichen Kirchengebändes, 
sie ist an der Nordseite des Altarranms an den Thurm angebaut. Die Thür, 
welche vom Altarraum in die Sacristei führt, ist spitzbogig. In der Sacristei be- 
findet sich ein grosses, rundbogiges Fenster, das anscheinend später ausgebrochen 
ist. 'Ursprünglich bestand die Sacristei aus einem einzigen, mit zwei Kreuz- 
gewölben bedeckten Raum. Nach dem Brande von 1858 ist dieser Raum durch 
eine dünne Zwischenwand in zwei Theile zerlegt. Der Altar und der Tauf- 
und Kunstdenkm. 
Sülzfeld 
Das Pachtershaus in 
Thüringens. Sßbieininzen. I. 
Jahre
        

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