Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Herzogthum Sachsen-Meiningen: Kreis Meiningen: Amtsgerichtsbezirk Meiningen
Person:
Voss, Georg Lehfeldt, Paul
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2495280
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2501296
397,7 
Meiningen. 
J ü cnsmz, 
Kirche. 
397 
Achtecks bildet. An den Aussenseiten der Brüstung sind in flachen Nischen die 
stehenden Gestalten der vier Evangelisten in Hochrelief dargestellt. Die Aus- 
führung ist auffallend primitiv. Die Haare haben die Form von regelmässigen 
Voluten, ebenso primitiv ist die Darstellung der evangelistischen Attribute, nament- 
lich des Adlers, welchen Johannes in der Hand hält. Matthäus und der Engel 
sind gegen einander gelehnt dargestellt. Die Füsse sind auf den Stein aufgemalt. 
Zwischen diesen Figuren der Evangelisten sind an den Ecken der Kanzelbrüstung 
hermenförmige Engelfiguren angebracht, welche aus einem consolartigen Blattorna- 
ment herauswachsen. Die Kanzelbrüstung wird durch ein reich gegliedertes Gesims 
mit einem Zahnschnitt bekrönt. Nur dieser Theil der Kanzel ist aus Stein. Daran 
  F,   4     
"ßäägäg; 2    q:  
 3' 1:3?  4 K1     f   
ä I 1       
m5,;   a v, ßßgi?  
{Ffiißw- 1;. Viiy 
 TüihwTS.   v 
m?   
47.255?    i   "im, 
  ß      {km-ß 
 :   1  .5 
  4153513:  ißf:  
 j .11"  V  
 43K;  1'  
     
 _ 5;:  i:  
       ..Q;:3'Äsßß'  
      
Der Evangelist Johannes. 
Relief an der Kanzel zu Jüchsen. 
angebaut ist eine kurze Galerie aus Holz, welche zu der in die Sacristei hinab- 
gehenden Treppe führt. Auch diese Galerie stammt aus dem 17. Jahrhundert. 
Das zeigen die geschnitzten Ornamente, mit denen die Brüstung der Galerie ge- 
schmückt ist. Die Galerie steht auf einer steinernen Platte, welche auf einem 
Kragstein ruht. Offenbar ist die hölzerne Galerie erst nachträglich an die eigent- 
liche Kanzel angefügt. Doch dies muss schon im 17. Jahrhundert geschehen sein. 
 Der S challdeckel der Kanzel ist mit Ornamenten aus der Zeit des Roccocostils 
besetzt. Er hat die Form einer achteckigen Schweifkuppel, deren Ecken mit Voluten 
verziert sind. Auf dieser Kuppel steht die aus Holz geschnitzte Figur des Heilands. 
Im Innern des Schalldeckels hängt frei schwebend eine aus Holz geschnitzte Taube. 
Die Treppe, welche von der Sacristei zur Kanzel emporführt, deutet 
im unteren Theil auf eine frühere Bauzeit, vielleicht auf den Bau von 1497. 
Damals scheint an dieser Stelle eine gewundene steinerne Treppe angelegt 
worden zu sein, deren unterste vier Stufen noch erhalten sind. Der übrige Theil 
der 'l'reppe ist aus Holz.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.