Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Herzogthum Sachsen-Meiningen: Kreis Meiningen: Amtsgerichtsbezirk Meiningen
Person:
Voss, Georg Lehfeldt, Paul
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2495280
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2500476
321 
BIeiningen. 
BIBRA, Kirche. 
321 
2) Taufgestell in Gestalt eines Engels, zweite Hälfte des 18. Jahrhunderts. 
Holzschnitzerei, mit hellbunten Farben in der Weise des Roccocostils bemalt. Im 
Deckel die Inschrift: Meister Georg Mannfeld, Wagner in Nordkeivn 18. April1783. 
Das Taufgestell ist nicht mehr in Gebrauch, es stand bis zum Jahre 1860 an der 
Stelle, wo jetzt der Taufstein steht. 
3) Sanduhr, Schmiedeeisen mit Ranken aus Rundstaben, welche an drei 
Stellen in Blüthenkelche aus geschmiedeten Blättern enden. Anfang 16. Jahr- 
hunderts. Früher auf der Kanzel aufgestellt, jetzt in der Sacristei. (Abbildung 
auf dieser Seite.) 
4) Gemälde. Porträt des Moritz Schatz, Pfarrer von Bibra, 1- 1568, mit 
langem grauem Vollbart, Barett und Lutherrock. Umschrift: Jllauv-itdzzs Selmtx 
Fuldensis natus est anno domvlni 
1500 die 22 Septembrzls Emigjratiit (5 
ex hac vnortali et aerumnosa vita  
anno Uhri 1568 die 20. 1120123113 (le-   
cembris. Daneben ein Schild mit i 
einer geöifneten Geldkiste auf   
rothem Grunde.  
  
   im  
Glasgemalde.   
In den drei östlichen Fenstern w"  liühvulunhi 
des Chores ist das gothische Maass- L, -A   
Werk mit neuen farbigen Glas- ajwn 
malereien ausgefüllt. Alt sind nur X4  
   . Mali! i  i":  
zwei Wappen 1m mittelstenlienster:   
a) Das Wappen des Bischof  "lt  ü" 
Lorenz von Bibra. Hier ist 7'  "j 
von besonderer Schönheit das Roth  ggügg 7  ' 
in der Helmdecke und den ge- f „   
schweiften Hörnern der Helmzier.  X7  
Unterschrift: Xoren; von (Bettes  
Qänaoen ßifcboü" 511 würgpurg M); 
unb 6937309 i" Stative" 1505 Sanduhr aus Schmiedeeisen. In der Kirche zu Bibra. 
b) Das Wappen des Dom- 
propstes Albrecht von Bibra. Künstlerisch sehr reizvoll durch das leuch- 
tende Golbgelb der Farbe und die vortreffliche Malerei mit Schwarzloth. In- 
schrift: 6er albred): von ßibm Ibumprobft bes Stifts 311 würgpurg anno 
Dr? 1503. Das Wappen beiindet sich ebenfalls im "Mittelfenster, rechts unterhalb 
des vorgenannten Wappens. Beide Wappen sind im Jahre 1892 etwas, aber 
nur wenig restaurirt. Ein drittes Wappen, das des Dompropstes Dr. Kilian 
von Bibra, befand sich ehemals in demselben Fenster. Auch dieses Wappen 
trug die Jahreszahl 1503. (Kilian, Albrecht und Lorenz von Bibra waren die haupt- 
sächlichsten Protectoren der Kirche, welche den Bau des Gotteshauses durch- 
führten.) 
und Kunstdenkm. 
Thüringens. 
S.-Meln1ngen.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.