Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Herzogthum Sachsen-Meiningen: Kreis Meiningen: Amtsgerichtsbezirk Meiningen
Person:
Voss, Georg Lehfeldt, Paul
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2495280
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2499343
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LIEININGEN, 
Der 
Englische 
Garten. 
Mein ingen. 
240 
Die reine Luft, die Deinenz Kinn, 
Liebkosend hier  
Wie still ist sie! Kein Laut von Unwinn ist darin, 
Kein Dampf; der aus dem Haupt gedrälngter Agtädtß 
schzcebet. 
Am Ufer des Teiches steht seit einigen Jahren auch ein grosser viereckiger 
Thurmbau, der wie der untere Stumpf eines halb zerstörten Burgthurmes aussieht. 
Im Innern desselben sind die Maschinen für das Theater untergebracht. 1909 hat 
man den Bau zu erweitern begonnen. Und über diese so willkürlich neben ein- 
ander gestellten Bauwerke hat die gleichmässige Verwitterung von mehr als 
hundert Jahren, das grüne Moos der Steine und das Gras, welches in den Fugen 
des Mauerwerks seine Wurzeln geschlagen, gleichsam einen Schleier ausgebreitet, 
Welcher die unvermittelten Gegensätze harmonisch ausgleicht. Diese Denkmäler 
soll man nicht wegen der sich darin zeigenden mangelhaften Kenntniss der wirk- 
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Tempel der Harmonie. 
Ehemals im 
Garten 
lglischen 
Meiningen. 
liehen Gothik des Mittelalters geringschatzig behandeln, sondern als die frühesten 
Regungen der romantischen Schule in Deutschland pietätvoll bewahren. 
Von einigen Bauwerken, die früher in den Anlagen des Englischen Gartens 
standen, sind Abbildungen erhalten. Von der Fischerhütte, welche Thierry 
in einer Radirung dargestellt hat, liess sich heute der Standort nicht mehr er- 
mitteln. Die Meierei, welche nach einer Radirung von Thierry auf S. 106 
abgebildet ist, stand bis 1895 gegenüber dem jetzigen Bahnhof. Sie war 1787 von 
Herzog Georg I. erbaut und ist im März 1895 abgebrochen worden. Der Tempel 
der Harmonie, auch Rindenhauschen genannt, ist auf dieser Seite nach einer 
Photographie aus früheren Jahrzehnten dargestellt. Das Aeussere war sehr schlicht, 
ganz mit Baumrinde bekleidet, ein zeltartiger Rundbau, mit einer offenen Säulen- 
halle umgeben. Im Gegensatz zu dieser primitiven äusseren Erscheinung stand 
die monumentale Ausstattung des Innern. Es war ein Kuppelsaal nach Vorbildern 
der römischen Baukunst. In jeder Ecke des achteckigen Raumes stand eine
        

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