Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Herzogthum Sachsen-Meiningen: Kreis Meiningen: Amtsgerichtsbezirk Meiningen
Person:
Voss, Georg Lehfeldt, Paul
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2495280
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2497834
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Meiningen. 
MEINING 
Das 
herzogliche 
Schloss. 
139 
burg umgab. Dieser Graben ist an den drei Aussenseiten des Schlosses im Jahre 
1810 ausgetrocknet und eingeebnet. An der Stelle der Freitreppe führte eine 
Zugbrücke in den Schlossgarten. Das Dach des Schlosses wird durch zahlreiche, 
künstlerisch reich verzierte Schornsteine belebt, deren Bekrönung in den letzten 
Jahren des 19. Jahrhunderts aufgesetzt sind. Der mittlere Vorbau, in welchem 
sich das Hauptportal befindet, wird durch einen niedrigen Glockenthurm bekrönt. 
Ein kleiner Thurm mit Schweifkuppel und Laterne stand auch auf dem Dach des 
Kircheniiügels. Dieser Thurm wurde im Jahre 1767 wegen Baufalligkeit abgetragen. 
Der Thurm ist auf der Stadtansicht aus dem Jahre 1700 dargestellt. (Siehe die 
Abbildungs-Tafel vor S. 25.) Dieselbe Zeichnung zeigt einen Thurm von der- 
selben Form auch auf dem Dach des gegenüberliegenden Nordflügels. Doch dieser 
Thurm ist nicht ausgeführt. Der Zeichner hat die Elisabethenburg offenbar 
nicht nach der Wirklichkeit, sondern nach dem Bauprojekt dargestellt. Dieses 
aber ist am Nordfiügel nicht zur 
Durchführung gelangt, denn das Alte  
Schloss mit seinen abgetreppten Giebel,   J  
      '11  
mauern ist an dieser Stell-e erhalten  Im)  Hi], In,  
geblieben. Das Dach hat 111 früherer Wl{ M) W  2  
Zeit eine mit Lauben ausgestattete  j"! W, „A ß]     
as Innere.   Jagt , 
Das Innere des Schlosses enthält  511i? 
nur noch einige Raume, welche im v; 
Barockstil, aus der Zeit der Erbau-  Y; 
ung des Schlosses, ausgestattet sind: ;   
den 'l'hurmsaal unterhalb des Glocken-  j,  
thupms, den Itiesensaaltiber der Schloss-   
kirche und die Schlosskirche. Aus der tfääyiläll    
Zeit des Roccocostils stammen einige  
sehr reizvolle Zimmerausstattungen in  11,     
der mittleren Galerie. Aus der Zeit  a-w.  "W 
der Nachahmung griechisch-römischer Giebe1 aus dem Jahre 1511, 
WELIIÖÖBGOITJÄZIODGD 11111 das Jahr ISIÜ am Residenzschloss zu Meiningen. 
stammt namentlich die schöne Holz-  
bekleidung eines Zimmers in der dritten Galerie (Lichtdruck nach S. 96), auch die 
classicistischen Stuckdekorationen einiger Raume der dritten Galerie sind in den 
ersten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts entstanden. Von der Wiederbelebung der 
deutschen Renaissance in den 70er Jahren des 19. Jahrhunderts zeugt die Aus- 
stattung der herzoglichen Wohnräume in der mittleren Galerie, welche unter der 
Regierung des Herzogs Georg II. ausgeführt ist. Alle diese Raume sind mit den 
reichen Kunstschatzen des herzoglichen Hauses ausgestattet. Unter diesen ist 
besonders hervorzuheben die Galerie von Gemälden alter Meister, mehr als 200 
Bilder; die Hauptstarke dieser Sammlung liegt in den grossentheils von Herzog 
Georg II. erworbenen Werken der Meister der italienischen Frührenaissance, sowie 
in hervorragenden Werken der niederländischen Schulen des 17. Jahrhunderts. Von 
besonderem Werth sind ferner die aussergewöhnlich grossen Gobelins, welche in
        

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