Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Großherzogthum Sachsen-Weimar-Eisenach: Verwaltungsbezirk Neustadt: Amtsgerichtsbezirke Neustadt a. Orla, Auma und Weida
Person:
Lehfeldt, Paul
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2488877
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2494084
SIBBIS. 
STEINSDORF. 
Weida. 
breit. Zwischen Chorschluss und Chor-Rechteck eine Wand mit korbbogigem 
Durchgang. Triumphbogen über der Decke spitzbogig geschlossen. Flache Holz- 
decken. Fenster im Chorschluss und Chor rechteckig, im Langhaus an den Lang- 
seiten unten rechteckig in grossen Rundbogen-Blenden der Innenwand, oben korb- 
bogig; Thüren rechteckig, die östliche des Chores in einem Rundbogen. Thurm 
breit-rechteckig, massiv hochsteigend, mit korbbogigen, darüber mit neuen, flach- 
bogigen Fenstern; darauf ein an den Giebelseiten zurückgesetztes, beschiefertes 
Satteldach, auf diesem ein achteckiges Dachreiterchen mit Arcaden-Aufsatz und 
Schweifkuppel. West-Empore als Gutsstand geschlossen, im Grundriss:  
vortretend, mit korinthischen, im Schaft gewundenen Säulen auf Sockeln mit Frucht- 
gehänge-Verzierung und mit mässiger Schnitzerei auf dem verkröpften Gebälk.  
Pf. Salzmann, Mittheil. 
Kanzel am südlichen Triumphbogen-Pfeiler, aus dem 18. Jahrhundert, 
erneuert; auf zwei gedrehten, korinthischen Säulen, im Grundriss: k.) mit gedrehten 
Ecksäulen. Holz. 
Figuren-Gruppe auf dem Dachboden, aus dem 15. Jahrhundert; Maria 
sitzend mit dem Leichnam Christi im Schooss, derselben Gruppe in der Kirche zu 
Schmölln (s. Ostkreis Altenburg, S. 418) gleich, auch im Kopftuch der Maria; Holz, 
[bis auf fehlende Finger, Zehen und Farben] ganz wohl erhalten. 
Tauf-Engel auf dem Dachboden, aus dem 18. Jahrhundert, geiiügelt, den 
linken Arm vorstreckend, den rechten hochhebend, leidlich gewesen und erhalten. 
Holz, in halber Menschengrösse; bemalt gewesen. 
Grabstein an der südlichen Ohorwand, zum Theil durch eine Kirchbank 
verdeckt, überweisst und verwittert; Kind, auf einem Schädel stehend, T 1582; 
Spruch: Christus ist mein Leben etc.; oben zwei Wappen (das rechte einem Hirsch 
ähnlich, aber vielleicht v. Wolfersdorf?) Sandstein. 
Kelch, aus dem 17. Jahrhundert. Sechspass-Fuss mit gravirtem Crucifix, 
das wie die übrigen Passfelder durch einige für eine Reparatur aufgeschraubte 
Plättchen verdeckt ist. Am sechsfach gebuckelten Knauf: IHESVS. Silber, ver- 
goldet; Zeichen (FS; Z), 18 cm hoch.  
3 Glocken von 1858. 
Kirchhof. 
Mauer 
zum 
Theil 
Steinsdorf, südlich von Weida; stand früher unter dem Rittergut, 1204 
Stenszdorf, 1320 u. ö. Stensdorf (Schmidt, Ürk. d. Vögte I, Nr. 38. 511), 1528 Stehens- 
dorf, Sitz eines seit 1363 erwähnten Rittergeschlechtes v. Steinsdorf? (Schmidt I1,  
 Kronfeld, Landesk. II, S. 506.  Schumann, Landesk, S. 144. 
Kirche. Grundriss-Form:  Chor romanisch; der Chorschluss, 
jetzt Sacristei, 3 m lang, hat noch die Halbkuppel, an der Ostseite ein (bis auf 
eine innen sichtbare Blende) zugemauertes Rundbogen-Fenster, nördlich eine recht- 
eckige Blende, südlich ein zum Rechteck erweitertes Fenster. Der Chorbogen ist 
durch eine Wand zugesetzt, doch die Gesimse seiner Pfeiler erhalten. Chor-
        

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