Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Großherzogthum Sachsen-Weimar-Eisenach: Verwaltungsbezirk Neustadt: Amtsgerichtsbezirke Neustadt a. Orla, Auma und Weida
Person:
Lehfeldt, Paul
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2488877
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2493765
296 LEDERHOSE. Lwrzmnnonr. Weida. 46 
 
Achteck übergeführten Helm bedeckt. 1892 wurde die Kirche sauber geputzt und 
geweisst.  J. u. E. Löbe a. a. O. 
Taufstein. Umschrift: Herr Jacob Bauer Herr 111. Andreas Ungebauer 
Pfarrer allhier; diesen Taufstein hab ich Meister Andreas Held und meine Frau 
Maria Heldin zum Gedächtniss machen lassen a5 1682 am runden, kleinen Becken. 
Fuss und Schaft rund; ersterer mit Einschnitten und Wulst, letzterer mit Frucht- 
gehangen und Blättern, in der Mitte eingezogen. Sandstein.  J. u. E. Löbe a. a. O. 
Figuren in der Sacristei, von einem Altarwerk um 1500; Maria mit dem 
Kind, Georg mit dem Drachen, Barbara mit dem Thurm, wohl Katharina [Ab- 
zeichen fehlt], Cyriacus mit dem Unhold an der Kette, 70 cm hoch, Durchschnitts- 
Arbeiten, noch in dem alten, wenn auch der Baldachine etc. beraubten Mittelschrein. 
Derselbe hat als Einfassung und Bekrönung geschnitzte Bretter zu verschiedenen 
Zeiten erhalten, von denen die Seitenbretter rechts, mit Trauben und Blättern, 
noch aus der Zeit des Altarwerkes herstammen, während die anderen theils in der 
Barockzeit, theils in der Roccocozeit, und schlecht gearbeitet sind. 
Taufschale, im Boden rund, mit einem schwebenden Engel in Gravirung 
und: M .A.U.P.M .B. (Magister Andreas Ungebauer, Pfarrer München-Berns- 
dorf);   am Rand achteckig, mit dem Spruch Marc. 
16, 16: Wer da glaubet etc. Zinn. 
Glocken. 1) und 2) von 1836.  3) von: 1670, ohne Giessernamen; 50 cm 
Durchmesser. 
[RitterguL zu Ende des 16. Jahrhunderts des v. Pöllnitz, zu Anfang des 
17. des v. d. Heydt und des v. Hayn, kam später an die v. Pöllnitz auf München- 
bernsdorf.  J. u. E. Löbe a. a. 0.] 
Lßflßlldßfß ostnordöstlich von Weida.  Kronfeld, Landesk. II, S. 499.  
Schumann, Landesk, S. 141. 
Kirche, Tochterkirche von Wolfersdorf. Grundriss-Form:   
Chor gothisch, 6,9 m lang, 4,7 m breit, zweijochig; an der Ostseite ein schmales, 
später innen etwas rundbogig erweitertes Fenster, im Ostjoch an der Südost- und 
Süd-Seite je ein später verbreitertes Spitzbogen-Fenster, im Westjoch an der Nord- 
seite ein später rundbogig erweitertes Fenster. Aus spätgothischer Zeit sind die 
Kreuzgewölbe mit kehlprofilirten Rippen auf umgekehrt-pyramidenförmigen Con- 
solen. Aussen stehen Strebepfeiler an den Ecken und dem Anfang des Langhauses 
[die mittleren zwischen den Jochen nicht vorhanden]. An der Ohor-Südseite ein 
neuer Sacristeibau, oben von Fachwerk, aber auf altem Unterbau, an dessen Ost- 
Seite ein verstümmeltes Crucifix in Relief mit undeutlich gewordener Unter- 
schrift. Triumphbogen korbbogig, aus dem 18. Jahrhundert, wie auch das mit 
Benutzung eines älteren gebaute 8,9 m lange, 7,2 m breite Langhaus, welches eine 
geputzte Flachdecke, korbbogige Fenster, rechteckige Westthür und einen modernen 
West-Vorbau hat. Auf der Mitte des Langhauses ein achteckiger, beschieferter
        

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