Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Großherzogthum Sachsen-Weimar-Eisenach: Verwaltungsbezirk Neustadt: Amtsgerichtsbezirke Neustadt a. Orla, Auma und Weida
Person:
Lehfeldt, Paul
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2488877
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2493529
274 ENDSCHÜTZ. FRIESSNITZ. Weide. 24 
 
kopf im Giebelfeld gefüllt. Sandstein, noch mit den alten Farben gut erhalten [nur 
unten abgestossen], eine der treiflichsten Leistungen der Zeit und Gegend.  
Eis el, Sagenbuch d. VogtL, Nr. 775, Sage, daraus entstanden, dass man das Barett für einen 
Kuchen hielt. 
Gedenktafel an der Südost-Wand innen, Inschrift, verwittert bezw. zugemalt, 
wohl für Christian Ehrenfried v. WolffersdorH zu Endschütz, 1" 1735, von seiner Gattin, 
geb. v. Thüngen gestiftet, auf einem Schild in Schnörkel-Umrahmung; Aufsatz ge- 
schweift, mit Doppelwappen, darauf eine Krone. Schlecht; Sandstein. 
Kelch, aus des Mitte des 17. Jahrhunderts. Sechspass-Fuss mit gravirtem 
Kreuz; am Knauf Würfel mit vertretenden Platten, daran: IHESVS, zwischen ihnen 
Eier. Silber, vergoldet; Zeichen (undeutlich, Schlüssel und Schwert gekreuzt), 
21 cm hoch. Hostienteller dazu. 
2 Glocken, 1826 von Gebr. Ulrich. 
Kirc h h Of, mit alter, aussen durch Streben gesicherter Mauer. 
Grabstein an der Sacristei-Südseite, aus dem 18. Jahrhundert; Obertheil er- 
halten, Inschrift auf Vorhang-Werk, gehalten von einem darüber im Oberkörper sicht- 
baren, grossen Engel, der in der Linken eine Krone über sich hält; mittelmässig. 
Sandstein. 
Grabstein-Rest an der Nordmauer des Kirchhofes unten; Obertheil mit einer 
Mxltter, die ihr Woohenkind im Arme hält; schlecht, bezw. verwittert. Sandstein. 
Ritterg llt, gehörte dem naumburger Bürgermeister Weisse, 1' 1580 (s. Grab- 
stein), den Herren v. Ende, später denen v. Wolffersdorf, kam nach dem Tode des 
letzten Besitzers des hiesigen Gutes aus dieser Familie 1869 durch Kauf an Andere 
und gehört jetzt Herrn Reichardt. Herrenhaus von 1805. [Nichts Aelteres er- 
haltend]  Kronfeyld, s. 49a. 
 
FHOSSIIÜZ, westlich von Weida; 1267 Vrisenitz, mit einem Priester wohl vor- 
nehmen Geschlechts (dieses Namens?), 1356 Frisenitz mit einem See genannt 
(Schmidt, Urk. d. Vögte I, Nr. 144. 978), stand unter dem hiesigen Rittergut.  Kron- 
feld, Landesk. II, S. 494.  Schumann, Landesk, S. 141. 
Kfi P0 h 8. Grundriss-Form:  Osttheil romanisch; 3 m langer Chor- 
schluss, jetzt Sacristei, mit Halbkuppel und kleinem, rundbogigem Südost-Fenster 
(während an der Ostseite eine neue, rechteckige Thür hineingebrochen ist); Chor- 
bogen auf Pfeilern mit Kämpfergesims: E; Chor-Rechteck, jetzt Chor, 5,9 m 
lang, 5,4 II] breit. Auf ihm erhebt sich ein gewaltiger Thurmbau; in seinem 
1. Obergeschoss Fensterschlitze. Eine hier zum Langhaus führende Rundbogen- 
Thür und die Anfall-Spur des einst niedrigeren Daches bezeugen, dass der Thurm- 
bau noch in der Zeit des Uebergangsstiles erhöht worden sein muss; daher auch 
die andere Stein-Art oben. In seinem obersten Geschoss befinden sich an der
        

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