Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Großherzogthum Sachsen-Weimar-Eisenach: Verwaltungsbezirk Neustadt: Amtsgerichtsbezirke Neustadt a. Orla, Auma und Weida
Person:
Lehfeldt, Paul
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2488877
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2493079
Auma. 
SonwAnzßAon. 
STAITZ. 
mit Lilienspitzen; 68 cm Durchmesser.  2) VERBVM DOMINI etc. I.A.M.S. 
1593; umgekehrte Akanthusreihe; Form verhältnissmässig niedrig und breit; 55 cm 
Durchmesser. 
Rittergut, im 16. und einem Theil des 17. Jahrhunderts derer v. Pöllnitz, 
im 18. Jahrhundert derer v. Seydewitz, kam durch Heirath von des (auch auf Sorna 
und Burkersdorf gewesenen) H. E. v. Seydewitz Tochter Susanne Sabine 1715 mit 
H. G. v. Carlowitz an diesen; jetzt Herrn Landkammerrath Becher gehörig. Ge- 
bäude nach Brand von 1880 neu.  J. u. E. Löbe a. a. 0.  v. Tülnpling, Gesch. d. 
Geschl. v. Tümpling II, S. 22. 285 Anm. 
Trinkgläser. aus der Mitte des 18. Jahrhunderts, geschliffen, eines mit der 
Arche Noah und der Taube, eines mit vergoldeten Blumen. 
Staitz, ostnordöstlich von Auma; 1283 Stewiz, 1320 Stewitz (Schmidt, Urk. d. 
Vögte I, Nr. 215. 511), stand zu einem Theil unter dem Amt Weida, zum anderen 
Theil unter dem hiesigen amtssässigen Rittergut; brannte 1812 grösstentheils, mit 
Kirche und Schule ab.  Kronfeld, Landesk. II, S. 453.  Schumann, Landesk., S. 137. 
Kirche, Toehterkirche von der zu Döhlen, ihr ähnlich. Grundriss-Form: 
 Osttheil, der den Thurm tragt, jetzt Sacristei, 4,5 m lang, 4,8 m 
 breit. An ihrer Südseite ein Vorhangbogen-Fenster: j"k_ mit 
noch gothischer Profilirung (nur in der oberen Hälfte der Ein- 
fassung) und sich kreuzenden Stäben, darüber Tafel mit: "Zltmo bomini-mo 2 v" 
unb pyrx. Dies der einzige Rest der alten Kirche. Sonst Bau der Mitte des 
18. Jahrhunderts und (nach Brand von 1812) Wiederbau 1816, desgl. Restauration 
nach Blitzschlag 1864 (Inschriften an der Wand des westlichen Vorraumes zur 
Kirche). Langhaus 15,1 m lang, 9,5 m breit. Geputzte Flachdecken. Korbbogige 
Fenster, an der Ostseite eine rechteckige Thür, an der Westseite eine mit Ueber- 
deckung:  Emporenbrüstungen mit hübsch componirten Blumen und 
Bändern auf rosa und bläulichem Grund bemalt. Thurm-Oberbau erst viereckig, 
dann zurückgesetzt und durch Eck-Abschrägung achteckig, mit Korbbogen-Fenstern 
in den verschiedenen Geschossen; über Gesims:  eine Schweifkuppel, vier- 
seitiger, in Bögen geöffneter Aufsatz, Kuppel und Helm. 
Kanzelbau, aus unserem Jahrhundert, als Altar-Aufsatz, 
im Grundriss: U, zwischen korinthischen Säulenpaaren; Gebälk 
etwas verziert geschnitzt, weiss mit Vergoldungen. 
etwas verbreitert; 
und Giebel. Holz, 
Kelch, vom Ende des 16. Jahrhunderts; Sechspass-Fuss, am Rand reizendes, 
durchbrochenes Renaissance-Muster mit Engelsköpfen, auf einem Feld ein Crucifix 
aufgelegt; am Knauf Würfel mit: IESVS C.(Christus), dazwischen sind Flächen 
der Form: O mit gravirten Maasswerken und abwechselnd Blätter der Form: O 
mit Mittelrippen getrieben. Kuppe geschweift. Silber, vergoldet, 19 cm hoch.
        

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