Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Großherzogthum Sachsen-Weimar-Eisenach: Verwaltungsbezirk Neustadt: Amtsgerichtsbezirke Neustadt a. Orla, Auma und Weida
Person:
Lehfeldt, Paul
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2488877
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2492485
WEIRA. 
KROBITZ. 
N eustadt 
Kirch hilf. Mauer mit Rundbogen-Thor, daran rechts: IOST SCHELHAMER 
1629. Von daher die Anlage des Kirchhofes. 
Grabsteine an der Nordwest-Mauer, gefällig angeordnet und geschützt in 
Blenden. Gruppe von 3 Denkmälern; in der Mitte in einer höheren, rundbogigen 
Blende das recht gut und sauber in rothern Sandstein ausgeführte Grabmal für 
den in Altenburg geborenen, hier gestorbenen Pfarrer Friedr. Strantze, T 1741, 
Inschrift-Tafel in Cartouchen-Rahmen mit Akanthus, unter dem Wappen des 
Verstorbenen; auf einem Gesims von der Haupt-Form: [Jbq die Frauen- 
gestalt des Glaubens mit Kreuz und Bibel; zu den Seiten der Inschrift-Tafel die 
etwas gezierten Frauengestalten der Liebe mit einem Kind, und der Hoffnung 
mit Anker; Sockel mit Vorhang-Werk und Cartouche, darin der Leichentext. Zu 
den Seiten dieses Grabmales in kleineren Korbbogen-Blenden: Grabsteine mit In- 
schriften für Pf. Gottfr. Wildenhayn, i" 1735, bezw. des Söhnleins des Sehuldieners 
Gotthard, Günther John, dreijährig 1' 1723, in verzierten Schildern mit Emblemen, 
ersterer leidlich, letzterer schlecht.  Links von diesen dreien ein Grabstein in 
einer Korbbogen-Blende, Inschrift für Pf. Bernh. Müller,  1716, in Akanthus-Rahmen 
mit Krone darüber, ohne künstlerischen Werth.  Weiter links 2 Grabsteine in 
Korbbogen-Blenden, Inschrift für des Pf. Müller Kinder Maria Elisabeth, "i" 1683, und 
Bernhard, 1" 1685, bezw. Inschrift für des Pf. Müller Neffen Sigmund Runticke, 
18 Jahre alt i" 1699, beide Inschriften in etwas verzierten Umrahmungen und mit 
Emblemen.  Alle von Sandstein. 
Krobitz, nordwestlich von Weira; 1074 Growitzi, saalfelder Klostergut 
(Dobenecker, Regesten, Nr. 912). Ehemal. Bitte rg ll f, gehörte schon unter denen 
v. Brandenstein zu Ranis, seit 1601 zu Oppurg (s. Kapelle, Altar), jetzt Vorwerk 
des Hohenloheschen FamilienFideicommisses.  Kronfeld II, s.   Schumann, 
Landesk, S. 130.  W ünscher, Oppurg u. Kolba 1893, S. 3. 7. 
Guts- Kapelle [der Sage nach eines einst hier befindlichen Nonnenklosters], 
jetzt vereinzelt mitten auf dem Feld gelegen und wenig benutzt. Grundriss-Form: 
33); die romanische Erscheinung gut erhalten. Halbkreis-Schluss, jetzt Chor, 
2,5 m lang, mit Halbkuppel, mit nur einem kleinen Rundbogen-Fenster 
auf der Ostseite, zwei kleinen Rechteck-Blenden innen an der Nord- und Süd- 
Seite. Chor-Rechteck, jetzt Geistlichen- und Tauf-Raum, 4,4 m lang, 3,3 in breit; 
Chorbogen und Triumphbogen rundbogig, beide noch mit (einfachen) Kämpfer- 
gesimsen. Langhaus 7,7 m lang, 5,7 m breit; an der Nordseite eine später in den 
Kanten abgeschrägte Rundbogen-Thür. Das Uebrige jünger, besonders nach 
längerem Wüsteliegen der Kirche, durch Restauration 1610-1611 (letztere Jahres- 
zahl an der West-Empore; vgl. Altar-Aufsatz). Ueber dem Chor-Rechteck und dem 
Langhaus Balkendecken. An der Südseite des Chores (ein) und des Langhauses 
(zwei) kleine, hohe, jetzt rechteckige Fenster mit Holzrahmen. Auf der Mitte des 
Langhauses ein beschieferter, viereckiger Dachreiter mit einem durch Knickung 
steiler geführten Zeltdach.  Schumann a. a. O. 
Altar-Aufsatz, klein, zierlich. Im Sockel der Spruch Coloss. 1, 14: In 
Christa Iesu habemus redemtionem 10er sanguinem ejus und: 1610, zwischen den mit
        

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