Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Großherzogthum Sachsen-Weimar-Eisenach: Verwaltungsbezirk Neustadt: Amtsgerichtsbezirke Neustadt a. Orla, Auma und Weida
Person:
Lehfeldt, Paul
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2488877
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2492393
Neustadt a. 
STEINBRÜCKEN. 
STRÖSSWITZ. 
 
Steinbrücken. südlich von Neustadt; gehörte ehemals theils unter das Amt 
Arnshaugk, theils unter das altschriftsässige Rittergut Molbitz.  Kronfeld, Landesk. 
II, S. 483.  Schumann, Landesk, S. 125. 
Kirche, Tochterkirche von Kospoda, [an Stelle einer älteren] 1865 gebaut, 
gefällig und verhältnissmässig schmuckvoll, in romanischem Stil. Grundriss-Form: 
EI]. Der Chorbau ist Sacristei, der Langhaus-Bau dient als Altar- und Ge- 
meinde-Raum. Geputzte Flachdecken. Rundbogige Fenster an der Ost-, Langhaus- 
Süd- und West-Seite, letztere beide mit eingelegter Säule und eingelegtem Bogen- 
Wulst; über der Südthür ein Kreisfenster, über der Westthür eine gepaarte 
Rundbogen-Blende, darüber ein Kreisfenster. Aussen Rundbogen-Friese in Putz. 
Ueber der Sacristei der Thurm-Aufbau, viereckig, dann achteckig, in beiden Ab- 
theilungen mit rundbogigen Fenstern geöffnet; darauf vier Giebel und achteckiger 
Helm. Im Innern ist die Kirche sauber und freundlich, einheitlich weiss mit 
Gold behandelt, auch in den Emporen und dem Kanzelbau hinter dem Altar, an 
welchem die Kanzel im Grundriss: k) Vortritt.  Kronfeld u. Schurnann a. a. 0. 
Tauf-Engel, aus dem 18. Jahrhundert, knieend, auf den emporgereckten 
Händen und dem Kopf einen Kranz für die Schale haltend; mittelmässig, aber als 
einer der wenigen noch in Gebrauch befindlichen festzustellen. 
Weinkanne, um 1800, seidelförmig, mit gravirten Blumen und schräg ge- 
ripptem Deckel. Zinn. 
Kelch, aus dem 17. Jahrhundert, vielleicht mit Benutzung älterer Theile; 
runder Fuss mit schlecht gravirtem Kreuz; Knauf sechsfach gebuckelt; Kuppe von 
noch straffer Form. Kupfer, vergoldet, 17 cm hoch. Hostienteller mit Kreuz. 
Glocken. 1) 1764 von Gebrüder Ulrich in Apolda; zwei Ornamentfriese; 
SOLI DEO GLORIA;Grlockengiesser-Wappen; 80 cm Durchmesser.  2) und 3) 
von 1875. 
Strösswitz, nördlich von Neustadt; ehemals Amtsdorf von Arnshaugk, 1071 
wohl das mit Stanau zusammen genannte Strestul an der Nordgrenze des Orla- 
gaues (Dobenecker, Reg. I, Nr. 893), im 16. Jahrhundert StFBSSWitZ.  Altenburger 
Kirchengalerie II, S. 165.  Kronfeld, Landcsk. II, S. 483.  J. u. E. Löbe, Kirchen u. 
Schulen d. Herzogth. Altenb. III, S. 689. 690.  Schumann, Landosln, S. 125. 
Kirche, einst des heil. Stephanus (s. Altarwerk und Glocken), Tochterkirche 
früher von Breitenhain, seit der Reformation von Trockenborn im altenburgischen 
Amtsgerichtsbezirk Kahla (s. Altenburg, Westkreis, S. 107), 1706 gebaut. Recht- 
eck, 13,7 m lang, 6,8 m breit. Decke mit schmal vertretenden Längsbalken und 
eingeschobenen Brettern; gewundene Emporen-Pfosten; rechteckige Fenster (die- 
jenigen auf der Nordseite sind 1832 durchgebrochen); auf dem Osttheil ein be- 
schieferter Dachreiter, viereckig, dann achteckig, mit Schweifkuppel. Das Innere 
1894 geputzt und gemalt, Emporen, Kirchbänke, geschlossene Stände, Kanzelbau in
        

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