Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Großherzogthum Sachsen-Weimar-Eisenach: Verwaltungsbezirk Dermbach: Amtsgerichtsbezirke Vacha, Geisa, Stadtlengsfeld, Kaltennordheim und Ostheim v. d. Rhön
Person:
Voss, Georg Lehfeldt, Paul
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2483167
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2484612
VACHA, 
Stadtkirche. 
Vacha. 
thnrmes in dem nahe gelegenen Dorndorf und den Säulen 
hat die Arbeit nichts gemeinsam. Andere romanische Formen 
nicht vorhanden. 
von der Krayenburg 
sind an dem Thurme 
Die wenigen Fenster sind spitzbogig. 
1) Ein hohes Fenster mit Resten von gothischem Masswerk über dem 
romanischen Portal. 2) Ein gekuppeltes Fenster an der Westseite, das später 
mit rothem Sandstein zugemauert ist (Abbildung auf S. 13). Zwischen beiden 
Fensteröfnungen steht eine Säule, deren Knauf noch an die Form des 
romanischen Wdirfelcapitells erinnert. Beide Fensteröfnungen sind mit einem 
einzigen grossen Stein überdeckt, der in der Form von zwei gothischen Klee- 
blattbögen ausgeschnitten ist. 3) In der Höhe der Uhr, an der Südseite, ein 
zugemauertes Fenster, das nur im Innern des Thurmes sichtbar ist (Abbildung 
auf dieser Seite). 4) Schmales Fenster in Höhe des Hauptgesimses der Kirche, 
überdeckt mit einem spitzbogig ausgeschnittenen Stein (Abbild. S. 13). 5) Die 
acht hohen spitzbogigen Fenster im obersten Geschoss des Thurmes, der 
Glockenstube, die auf dem Lichtdruck nach S. 8 dargestellt sind. Das Mass- 
werk dieser Fenster macht den Eindruck von Arbeiten aus dem 16. Jahrhundert. 
Auch an anderen Stellen sind im Innern des Thurmes die Spuren des Mass- 
werkes von zugemauerten gekuppelten gothischen Fenstern zu erkennen. 
Gothisch ist auch die durchbrochen gearbeitete Galerie am oberen Rand, doch 
wahrscheinlich wesentlich erneuert. Daran befinden sich einige kunstlose Wasser- 
speier. Die Thurmspitze, aufgesetzt 1793, ist ein achtseitiger pyramidenförmiger 
Helm, dessen unregelmässige Form sehr malerisch im 
f  Gesammtbilde der Stadt wirkt. Die Mauer des Thurmes 
ä?   13; ist, unten am romanischen Portal gemessen, 1,20 m stark. 
  l  Das Mauerwerk des Thurmes ist 28 m hoch. 
5;   Der Thurm steht an der Westseite der Kirche 
  .8,  (also ebenso wie an den Kirchen in Dorndorf, 
   j Schleid, Geismar, Völkershauseman derevan- 
Fmm m Kirchturm gelischen Kirche in Dermbach, sowie an den Kirchen 
1. gmdugmmugnu in Creuzburg a. d. Werra, Herren- und Frauen- 
    
a. d. Werra, Meiningen und Vessra). Für Dorf- 
kirchen dieser Gegend bildet sonst im Allgemeinen die Stellung des Thurmes an 
der Ostseite die Regel. 
Die ehemalige Kirche des Mittelalters, welche zu diesem Thurm gehörte, 
ist im Jahre 1820 wegen Baußlligkeit abgebrochen, auch der hochgewölbte, 
gothische Chor, der im Jahre 1306 erbaut war. Das Langhaus der Kirche ist 
schon bei dem grossen Brande des Jahres 1467 zu Grunde gegangen. Doch der 
Chor blieb bis zum Jahre 1820 erhalten. Der zwischen dem Chor und dem Thurm 
liegende Hauptraum der Kirche scheint nach dem Brande nur nothdürftig durch 
einen niedrigen Holzfachwerkhau ersetzt zu sein. In diesem Zustand befand sich 
der Hauptraum im Jahre 1820. 
Die alte Kirche war dem heiligen Vitns geweiht. 
Grabsteine. Die beiden aus der ehemaligen Kirche stammenden Grab- 
steine des Caspar Widemarkter und seiner Gattin sind in der jetzigen Sacristei
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.