Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Großherzogthum Sachsen-Weimar-Eisenach: Verwaltungsbezirk Dermbach: Amtsgerichtsbezirke Vacha, Geisa, Stadtlengsfeld, Kaltennordheim und Ostheim v. d. Rhön
Person:
Voss, Georg Lehfeldt, Paul
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2483167
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2487302
Kaltonnordhoim. Gnnuusnz. 
 
Hnunnnsmusnx. 
 
197 
sie werden bekrönt von Volutenconsolen, die einen in der Mitte durchbrocheuen 
Barockgiebel tragen.  An der Westseite ist oben im Giebel eingemauert der 
obere Theil eines spätgothischen Fensters mit den Resten eines steinernen 
Masswerkes aus Fischblasen. Dieses Fenster stammt von einem spätgothischen 
Bauwerk (vielleicht von der ehemaligen Kirche) und ist hier als Bodeufenster ein- 
gesetzt. Die Bekrönung desselben Giebels bildet ein steinernes Kreuz. Es ist ein 
Kreuz, das in der Heraldik als „Aukerkreuz" bezeichnet wird; jeder der vier 
Kreuzarme endigt in zwei nach aussen gebogene Spitzen. Das Kreuz stammt von 
der ehemaligen Kirche und soll bei dem Einfall der Kroaten im Jahre 1634 die 
Veranlassung zur Rettung des Ortes vor der Einascherung gegeben haben. Die 
Kroaten hatten schon begonnen, das Dorf in Brand zu stecken, als der Rittmeister 
das Kreuz auf dem Giebel der Kirche und das Marienbild über der Thür der 
Kirche erblickte. Er hielt das Dorf für katholisch und liess dem Brande Einhalt 
gebieten. Zur Erinnerung daran wurde Kreuz und Marienbild bei dem späteren Um- 
bau der Kirche wieder an dem Gebäude angebracht (Binder. Zeiitschr. d. Ver. i. thür. 
GesclLXVII, S. 102i. Das Marienbild ist heute nicht mehr vorhanden. 
Das Innere der Kirche ist fast kunstlos. Der Hauptraum bildet ein lang- 
liches Rechteck. Die Wände sind mit zweigeschossigen Emporen bedeckt, die auf 
vier-kantigen, kuustlosen Holzpfeilern ruhen. Der mittlere Raum zwischen den 
Emporen ist mit einem fast halbrunden Tonnengewölbe aus Brettern bedeckt; vier 
Stichkappen sind an jeder Seite für die Fenster eingeschnitten, die ihr Licht durch 
Dachluken erhalten. Ein Triumphbogen ist nicht vorhanden.  Die Kanzel 
liegt in einem Aufbau über dem Altar.  Das Taufgestell hat die Form eines 
achteckigeu Kelches.  Die neue Orgel steht auf der oberen Empore an der 
Westseite. 
Die Glocken sind neu, gegossen von Gebr. Ulrich in Apolda. 
Die Kirche war mit Mauern umgeben, doch das Dorf nicht (Angabe der Amts- 
benchreibung von 1754). 
Die Kirche ist im Jahre 1844 abgebrannt. 
Das ehemalige v. Vleborsche Sclims ist nach dem Brande von 1844 zum 
Schulhaus eingerichtet. 
Auf dem Clasber g stand ehemals eine dem heiligen Nieoleus geweihte 
Kapelle. 
der 
Amts- 
Im 
Aeltere W 0 h II h ä ll 8 G l' sind kaum vorhanden, da. 
Wasser stehende Wohnhäuser niedergebrannt ist. 
der Ort 1844 
einige 
bis auf 
HBIIIBNIGIISOII mit Gereuthof und Schneidemühle, Mnrktüemzken an der Herpf, 
12 km südöstlich von Kaltennordheim. 771 Einwohner, 155 Wohnhäuser. Evan- 
gelische Kirche und Pfarramt. 
Geschichtliche Nachrichten. Hdmrirlueskaaaa, Helmrickeskawuru, Helm- 
bnbhkhusin u. s. w. Um 856 schenkten Altbnht und seine Mutter Waltdrud dem 
Kloster Fulda Besitzungen zu Helmricheshmun im Gau Grabfeld. 1181 nahm Graf
        

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