Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Großherzogthum Sachsen-Weimar-Eisenach: Verwaltungsbezirk Dermbach: Amtsgerichtsbezirke Vacha, Geisa, Stadtlengsfeld, Kaltennordheim und Ostheim v. d. Rhön
Person:
Voss, Georg Lehfeldt, Paul
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2483167
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2486661
Stadtlongsfold. 
Dnunwu, 
Katholische 
Kirche. 
von Nepomuk mit dem Cruciiix. Das langrnnde Gemälde oben in der Brüstung stellt 
eine Scene aus der Heidenmission dar. Es stammt aus dem Jahre 1896. Der linke 
Altar hat dieselbe architektonische Form wie der rechte. Die Figur in der Mitte ist die 
heilige Maria. Ausserhalb der Säulen steht der heilige Joseph, rechts die heilige Elisa- 
beth von Thüringen mit dem Bettler. Das (neue) lang-runde Bild in der Bekrönung 
stellt die heilige Familie dar. Auch dies Bild ist eine Zuthat aus dem Jahre 1896. 
Die Antependjen an den unteren Vorderüäehen der beiden Seitenaltäre sind auf 
Leinwand gemalt und zeigen schon die Formen des Roccocostils; sie sind also 
wohl einige Jahrzehnte jünger als die übrige Ausstattung der Kirche. Das Ante- 
pendium des linken Altars ist auf dieser Seite abgebildet. Auf dem anderen (rechts) das 
Herz Jesu. Die Figuren an den drei Altären zeigen die starke Bewegung, welche 
für die Skulpturen des Barockstils charakteristisch ist, mit den traditionellen Ueber- 
der htholischen 
Altarvorutz in 
Dermbnch. 
Kirche 
treibungen der leidenschaftlich erregten Gebärden; es sind decorative Durchschnitts- 
leistuugen dieses Stils. 
Eine Kommunionbank mit geschnitzten Balustern aus Eichenholz, in ge- 
brochener Linie aufgestellt, trennt die drei Altäre von dem Hauptraum der Kirche. 
Kanzel aus Stuckmarmor in der Form eines Balkons mit stark ge- 
schweifter Brüstungsüäche, welcher an der linken Seite der Kirche aus einer 
Pilasterecke ausgekragt ist (Lichtdruck nach S. 128). Auch der schöne Schalldeckel 
mit verkröpftem Gebälk und einer Bekrönung von Voluten ist aus Stuckmarmor. 
Auf den Voluten steht die überlebensgrosse Figur des guten Hirten, der das Lamm 
auf den Schultern trägt. Die im Bogen gewundene Kanzeltreppe aus Holz mit 
einem Geländer aus Brettern, deren bescheidene, ausgesagte Ornamente nicht zu 
dem reichen Stil des Ganzen passen, ist eine spätere Zuthat. Die ursprüngliche 
Kanzeltreppe lag ausserhalb der Kirche. 
Taufstein, aussergewöhnlich gross, mit reichen Akanthusblattomiunenten 
des Barockstils verziert. An jeder Seite eine leere Nische, die von einer Muschel 
bekrönt wird. Aufgestellt in der Fensternische neben dem linken Seitenaltar (Ab- 
bildung auf S. 152). 
        

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