Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Großherzogthum Sachsen-Weimar-Eisenach: Verwaltungsbezirk Dermbach: Amtsgerichtsbezirke Vacha, Geisa, Stadtlengsfeld, Kaltennordheim und Ostheim v. d. Rhön
Person:
Voss, Georg Lehfeldt, Paul
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2483167
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2485977
Gnnsnxanuxn. 
Krnmw. 
Geisa. 
Holzfachwerk, bei welchem die Quen-iegel iischgratenartig gegen die Haupt- 
pfosten gesetzt sind, am Hause Nr. 18. Daran die Jahreszahl 1840. Diese Art 
des Holzverbandes ist in dieser Gegend häufig zu finden, z. B. in nächster Nach- 
barschaft, in Schleid und Kranluken. 
Ein grosser Dorfbrand fand im Jahre 1833 statt. 
Gerstangrund, Dorf 7,5 km östlich von Geisa, 
(1905). Postort Zella. 
Littentur: Kroufeld, Landnkunde II, S. 376. 
mit 
Hochrain 
Einwohner 
KOÜBI, Dorf 7,5 km südlich von Geisa, am Kettenwasser, einem Zufluss 
des Apfelbaches, mit Schlehmühle 208 Einwohner. Kirche, früher Wallfahrtsort. 
Telegraph. 
Geschichtliche Nachrichten. Fuchs a. a. 0. S. 39 bringt irrthüm- 
licherweise den Namen des Ortes mit den Chatten in Verbindung. Der Ort war 
früher im Besitz der Familie v. Hanxleden, die in Dänemark noch existiren soll. 
Das Gut wurde dann an die Gemeinde verkauft, das Schloss im 18. Jahrhundert 
abgebrochen; an seiner Stelle steht jetzt das Schulgebäude. 
1865 wurde hier durch Prof. Klopfleisch ein prahistorisches Gräberfeld 
aufgedeckt. 
Littoratur: Kronfeld, [Andeskunde II, S. 377. 
Kirche, katholisch, Filial von Spahl, erbaut 1807. Die Jahreszahl steht 
über der Thllr an der Westseite. Das Aeussere ist schmncklos, nur an der Nord- 
seite ist bemerkenswerth ein Relief der heiligen Dreifaltigkeit (Abbildung S. 77). 
Das halbrunde Relief ist umrahmt von Ornamenten, in denen vier Fruchtbündel 
aufgehängt sind. Das gut gearbeitete Rollwerk der Ornamente deutet auf die Zeit 
um das Jahr 1600. Der Stein stammt nach der örtlichen Ueberlieferung von der 
ehemaligen Kapelle des Dorfes, die in alter Zeit eine berühmte Wallfahrtsstatte 
gewesen ist. Vielleicht auch von dem ehemaligen Schloss der Herren v. Hanx- 
leden, das nahe bei der Kirche gestanden hat (siehe unten S. 106). Die ehemaligen 
schlichten viereckigen Fenster der Kirche sind 1910 spitzbogig umgebaut. Der 
Thurm ist ein Dachreiter an der Ostseite. Er ist viereckig und mit einer Schweif- 
kuppel bekrönt.  Das Innere der Kirche ist ein länglich rechteckiger Raum, 
der auch an der Altarseite durch eine gerade Mauer abgeschlossen ist. Ein be- 
sonderer Abschluss des Altarraumes nach innen durch den sonst üblichen Triumph- 
bogen fehlt. Die Kirche hat eine ilache geputzte Balkendeeke. 
Der Altar steht an der Ostseite vor einem Aufbau von vier korinthischen 
Säulen und ebenso vielen Pilastern, die ein halbrund überdecktes Bogenfeld ein- 
schliessen. Darin ist ein hohes Cruciiix. Zu dessen Seiten sind zwischen den
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.